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Mit Busch und Bonhoeffer: Pfadfinder starten

Neustadt Mit Busch und Bonhoeffer: Pfadfinder starten

Neustadt hat neben der erfolgreichen katholischen jetzt auch wieder eine evangelische Pfadfindergruppe. Beide betrachten sich jedoch nicht als Konkurrenten.

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Michael Goebel und Tochter Chiara Goebel sind Aktivposten der neuen Pfadfindergruppe der evangelischen Liebfrauengemeinde, die erstmals ein kleines Camp auf dem Kirchplatz aufgebaut hat.

Quelle: von Werder

Neustadt. VCP-Stamm Dietrich Bonhoeffer steht auf dem Namensschildchen von Chiara Goebel. Den Stamm unter dem Dach des "Verbandes christlicher Pfadfinder" gab es schon einmal - bis vor rund 15 Jahren. "Da mussten wir mangels Gruppenleiter aufgeben", sagt Michael Goebel, Chiaras Vater - und Leiter der noch sehr überschaubaren Gruppe, vornehmlich aus Familienmitgliedern bestehend.

Starten wollen sie dennoch: jeden Freitag von 15.30 bis 17 Uhr ist Treffen im Haus der Kirche An der Liebfrauenkirche. Die Gemeinde stellt Goebel einen Raum zur Verfügung. "Ich denke, wir werden rasch mehr", sagt er. Zur ersten Aktion, einem kleinen Camp mit Stockbrot und Lagerfeuer waren einige Interessenten gekommen.

Braucht Neustadt denn überhaupt eine zweite Gruppe Pfadfinder, die seit über 100 Jahren Hilfsbereitschaft und andere christliche Werte hochhält? Der britische General Robert Baden-Powell hatte 1907 auf Brownsea Island ein erstes Pfadfinderlager durchgeführt, die Bewegung damit gegründet. In Neustadt gab es viele Jahre zwei, teils auch drei Stämme (mit Mariensee). Der Stamm St. Peter und Paul zählt sich zur katholischen Glaubensrichtung, ist seit einigen Jahren in Neustadt einzige aktive Gruppe. Rund 75 Mitglieder zählen dazu.

"Wir sehen uns als Gruppe für das Stadtzentrum", sagt Michael Goebel, St. Peter und Paul sei eher in den nördlichen Bereichen der Kernstadt beheimatet, und "der ein oder andere möchte vielleicht auch nicht zur katholischen Gruppe." Er versteht den Stamm Dietrich Bonhoeffer nicht an die Konfession gebunden. Es gehe darum, junge Menschen zu Eigenständigkeit zu motivieren. Die Struktur entspreche einer "Pyramide auf dem Kopf". Die Kinder hätten Wünsche, würden sie in ihre Sippe - sieben Mitglieder - tragen, einen eigenen Sippenleiter wählen. Der Gruppenleiter habe eigentlich nur die Aufgabe, die Wünsche der Kinder umzusetzen. Mehr Infos gibt es auf vcp-sdb.de.vu, per E-Mail an VCP-SDP@web.de und unter Telefon (0 50 32) 91 98 17.

Jürgen Winkler, Vorstand im Stamm St. Peter und Paul, sieht auch seine Gruppe als konfessionsoffen. Den Neubeginn bei Liebfrauen sei für ihn kein Problem. Unter Pfadfindern gebe es kein Konkurrenzdenken.

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Von Dirk von Werder

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