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Neue Heimat für Zauneidechsen

Neustadt Neue Heimat für Zauneidechsen

Die Zauneidechsen in Neustadt bekommen ein neues Zuhause. Nötig ist das, weil in ihrem Refugium zwischen der Bahntrasse Richtung Hannover und der Bundesstraße 6, eine neue Wasserleitung durch die Stadtnetze Neustadt verlegt worden ist. Durch die Bauarbeiten ist der Boden seitdem stark verdichtet.

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Die Reptilien sind an warmen Tagen bei der Jagd auf Insekten zu beobachten.

Quelle: privat

Neustadt. Die wärmeliebenden Reptilien benötigen aber einen lockeren Boden für die Eiablage. In kleinen, selbstgegrabenen Erdlöchern legen sie bis zu 14 Eier ab. Kahle, direkt von der Sonne beschienene Flächen sind optimal. Zum Ausgleich wurde einige Meter weiter ein neuer Lebensraum geschaffen. Auf der 300 Quadratmeter großen Fläche sollen die an Mini-Dinosaurier erinnernden Insektenfresser eine neue Möglichkeit zur Eiablage und ein Winterquartier erhalten.

Das seit Jahrzehnten dokumentierte Eidechsenvorkommen soll  erhalten werden. Deshalb haben Stadtnetze und Ortsgruppe des NABUeine zehnjährige Kooperation vereinbart. Die Fläche wurde von den Stadtnetzen 50 Zentimeter tief ausgekoffert und mit rund 150 Kubikmeter Sand wieder aufgefüllt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des NABU sorgten für die Aufstellung eines Maschendrahtzauns. "Der Zaun verhindert, dass Spaziergänger und Hunde die Fläche betreten", erklärt Josef Bruns, Leiter der Fachgruppe Reptilien und Amphibien des NABU.

Das Gelände ist inzwischen von der Ortsgruppe mit großen Steinen, Totholz und Pflanzen gestaltet worden. Heidekraut, Wacholderbüsche und Kiefern sollen in Zukunft für Windschutz und Deckung vor Greifvögeln sorgen. Zwischen den Steinen können die Reptilien sich verstecken und auch Eier ablegen. Ein Sandhügel, nach Süden ausgerichtet, lädt zum Sonnenbaden ein. Für die wechselwarmen Tiere ist das unabdingbar, um auf Touren zu kommen. Auf den Freiflächen wurden Blumensamen gesät, die Insekten anlocken sollen, die wiederum von den Eidechsen gejagt werden. "Mehr als für den Bewuchs zu sorgen, können wir jetzt nicht tun", sagte Bruns. "Die Eidechsen werden den Weg schon finden", so der Reptilien- und Amphibienfachmann weiter. Wenn es gut läuft und die Zauneidechsen sich hier ansiedeln, dann könnte Bruns sich vorstellen, hier Biologie-Exkursionen anzubieten.

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Von Susann Brosch

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