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FDP wirbt für Rathaus am Bahnhof

Neustadt FDP wirbt für Rathaus am Bahnhof

Die neue FDP-Ratsfraktion wirbt für ein Umdenken in Sachen Rathausstandort. Freiflächen am Bahnhof seien ideal, sagt Fraktionschef Thomas Iseke.

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Zentrale Lage: Auf dem derzeitigen Behelfsparkplatz an Bahnhof und ZOB möchte Neustadts FDP das neue Rathaus entstehen sehen.

Quelle: von Werder

Neustadt. Der Bau eines neuen Verwaltungssitzes ist die große Aufgabe des neuen Rates, der sich Anfang November konstituieren wird. Bisher gab es zwei Alternativstandorte: CDU, SPD und Grüne favorisieren Flächen südlich der Marktstraße (Parkplätze hinter der Sparkasse, früheres Kaufhaus Hibbe). Dabei stützen sie sich auf einen Grundsatzbeschluss des Rates aus 2012. Andere unter Führung der UWG wollen den bisherigen Verwaltungssitz an der Nienburger Straße ausbauen, dortige Gebäude sanieren und erweitern. Ihr Hauptargument: das sei preiswerter.

"Wir haben jetzt die einmalige Chance, eine wirklich sinnvolle und kostengünstige Lösung zu finden", sagt nunmehr Ratsherr Iseke. Im neuen Rat bildet er mit der Helstorferin Ute Bertram-Kühn die FDP-Fraktion. Er werde nach einer Mehrheit für den Bau des Rathauses zwischen Bahnhof und Wunstorfer Straße werben. Vorteil: "Die Lage ist bestens und für die Stadt ohne jedes finanzielles Wagnis zu realisieren." Für das Areal südlich der Marktstraße gebe es inzwischen einen potenziellen Investor, "der komplett alles übernehmen" und dort Gebäude für Einzelhandel und Dienstleister errichten würde. Interessenten seien auch vorhanden - für großflächigen Einzelhandel, für Fachmärkte. Aber eben auch für Büro- und andere Räume. Immer wieder werden in diesem Zusammenhang Arbeitsagentur und Region genannt, die Bürofläche suchen; sowie eine namhafte Tanzschule aus Garbsen.

Vorteil dieser Pläne: "Die Stadt kann ihre Flächen südlich der Marktstraße komplett verkaufen", sagt Iseke. Das anhaltend niedrige Zinsniveau locke Investoren; der Bau eines Rathauses an der Marktstraße als "Zugpferd" für andere sei nicht nötig. Im Gegenteil: "Die Nachfrage nach Handelslflächen ist so groß, dass ein Rathaus dort eher stören würde."

Die Flächen am Bahnhof gehören den Wirtschaftsbetrieben - einer einhundertprozentigen Tochter der Stadt. Iseke hofft, im neuen Rat eine Mehrheit für seine Pläne zu finden. 

Der Weg zur Mehrheit

Der neue Rat konstituiert sich in öffentlicher Sitzung am Donnerstag, 3. November. Noch ist nicht abzusehen, ob sich eine feste Mehrheit etabliert - CDU (13 Sitze) und SPD (12) verhandeln darüber. Ein gemeinsamer Nenner beider Fraktionen war bisher der Plan, das Rathaus an der Marktstraße Süd zu bauen. Thomas Iseke hofft, die CDU, möglicherweise aber auch Grüne und/oder UWG für seine Pläne gewinnen zu können. "Ich rede jedenfalls mit allen", sagt er. Seine Fraktion ist mit zwei Vertretern die kleinste im Rat. UWG und AfD haben jeweils vier Sitze, die vor wenigen Tage gebildete Gruppe Grüne/Linke hat fünf.

Von Dirk von Werder

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