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Ein 100.000-Liter-Tank schwebt ein

Neustadt Ein 100.000-Liter-Tank schwebt ein

20 Tonnen Stahl am Kran: Mit großem Aufwand hat eine Brandenburger Spezialfirma am Donnerstag einen neuen 100 000-Liter-Tank in einer Grube neben Ulf Bertrams Tankstelle in Helstorf versenkt.

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Mit großem Aufwand wird ein 20 Tonnen schwerer Stahltank in den Boden bei Bertrams Tankstelle versenkt.

Quelle: Kathrin Götze

Helstorf. Der Kranmotor dreht hoch, die Männer packen ihre Seile fester. Langsam, fast unmerklich, hebt sich das schwere Stahlteil vom Tieflader. 20 Tonnen wiegt der Stahltank mit Kunststoffbeschichtung, den ein Team erfahrener Tankstellenbauer am Donnerstag Mittag bei Bertrams Tankstelle in Helstorf in den Sandboden versenkt hat.

100 000 Liter Treibstoff haben in dem mehrfach unterteilten Behälter Platz - eine Investition, mit der Inhaber Ulf Bertram den Familienbetrieb fit für die Zukunft machen will. "Die alten Tanks haben 30 und 49 Jahre auf dem Buckel - einer hatte schon einen Rostschaden, den mussten wir reparieren lassen", sagt der 52-jährige Firmenchef. Zehn, zwölf Jahre wollten er und seine Frau Susanne den Betrieb noch weiterführen, "und wenn wir ihn dann weitergeben, dann nicht mit uralter Ausstattung." Auch neue Zapfsäulen werden installiert, in vier Wochen will Bertram fertig sein. "Mit dem neuen Speicher können wir quasi immer einen ganzen Zug von den beliebtesten Kraftstoffsorten Super und Diesel  abnehmen - das schlägt sich im Preis nieder", sagt Bertram.

4,50 Meter ist die Grube tief, die Spezialisten in den vergangenen zwei Wochen ausgeschachtet haben - der runde Tank ist 16 Meter lang und misst 2,90 Meter im Durchmesser. Eigentlich hätte er schon eine Woche früher geliefert werden sollen, aber bei 2,90 Meter floss Grundwasser in die Grube. So musste eine weitere Firma anrücken, die Rohre ins Erdreich setzte, um das Wasser abzupumpen. "Das war so nicht geplant, aber muss eben sein", sagt Bertram achselzuckend.

Zentimeterarbeit war es am Donnerstag, den Tank in seine Position zu hieven. Polier Olaf Heil dirigierte seine Mitarbeiter, die die hängende Last mit Zugseilen ausrichteten. Kaum lag der Tank auf Grund, stiegen die Männer in die Grube und schaufelten Sand unter die Enden, damit die Krangurte abgenommen werden konnten. Nun wird er eingegraben, Schächte zur Oberfläche gelegt, und mit einer Betonplatte gesichert, die verhindern soll, dass der leere Tank bei hohem Grundwasserstand aufschwimmt.

Gewaltiges Unterfangen auch für die Stadt

Nicht nur für Unternehmer Ulf Bertram ist die Modernisierung ein gewaltiges Unterfangen, auch die Stadtverwaltung war mit den erforderlichen Genehmigungen lange beschäftigt. Über elf Monate zog sich das Verfahren hin. Dazu hätten mehrere Faktoren beigetragen, sagt Stadtsprecherin Nadine Schley.

Es ging durch die Fachbereiche  Bauordnung sowie Sicherheit und Bürgerservice, außerdem mussten das Gewerbeaufsichtsamt des Landes und das Team Brandschutz der Region Hannover beteiligt werden. "Auch für unsere Fachleute hier ist das kein alltägliches Verfahren", sagt Schley. Bertram ist froh, dass er zeitig mit den Vorbereitungen begonnen hat. "Nicht auszudenken, wenn so ein Tank bricht und im laufenden Betrieb ersetzt werden muss."

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Von Kathrin Götze

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