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Neuer ZOB hat eine Kehrseite

Neuer ZOB hat eine Kehrseite

Es gibt keine Parkplätze mehr am ZOB - für Pendler und Anlieger auf der Westseite des Bahnhofs ist das ein Ärgernis. Denn dort liegt nun nach dem Umbau am Bahnhof die Kehrseite der schönen neuen Front.

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Alltag an der Landwehr: Vom Lidl-Parkplatz drängen sich Pendler in den Feierabendverkehr - das ist nur einer von mehreren Gefahrenpunkten.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Genervt sind Pendler und auch Taxifahrer von der Verkehrsordnung am neuen ZOB. Weniger Stellflächen an der Front auf der Ostseite bedeuten aber vor allem, dass das Pendler-Parkproblem sich in die Wohnstraßen auf der Westseite des Bahnhofs verlagert.

„Nicht nur, dass man damit der schönen Ansicht zuliebe den Pendlerverkehr ins Wohngebiet rund um die Danziger Straße verlagert hat“, kritisiert etwa Dirk Misslisch. „Obendrein ist dort auch nichts vernünftig geregelt oder ausgeschildert.“ Viele Pendler, so hat Misslisch beobachtet, nutzten daher den Lidl-Parkplatz als Zu- und Abfahrt und störten so den Verkehrsfluss an der Ampel zur Königsberger Straße - im Feierabendverkehr ohnehin eine stark belastete Zufahrt in Richtung Innenstadt.

Wie sich der stetige Suchverkehr, vor allem aber die An- und Abfahrten der Pendler im Wohngebiet auswirken, schildert Anwohnerin Rixa Precht aus der Danziger Straße. „Wir müssen auf dem Weg nach Hause kurz vorm Ziel manchmal minutenlang warten, bis wir zum eigenen Haus durchkommen“, sagt sie. Wenn sie denn könnten, drückten die Pendler in den schmalen Wohnstraßen kräftig aufs Gas. Dies habe bereits ihre Katze das Leben gekostet, sagt Precht. Mit Ehemann und Nachbarn sinne sie nun auf Abhilfe: „Vielleicht gründen wir eine Bürgerinitiative.“

Den Bau eines Parkhauses an der Westseite des Bahnhofs, das Abhilfe schaffen könnte, habe der Rat seinerzeit aus der mittelfristigen Finanzplanung entfernt, teilt Stadtsprecherin Nadine Schley mit. Andere Lösungen sind bisher nicht angedacht. Das Parkhaus an der Wallstraße - fünf Gehminuten vom Bahnhof - werde von den Pendlern offenbar nicht angenommen, sagt Schley.

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