Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehr

Neustadt Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehr

Mit Flüchtlingshilfe sind Stadt und Bundeswehr aktuell viel beschäftigt. Sie war auch beherrschendes Thema beim gemeinsamen Neujahrsempfang am Dienstagabend.

Voriger Artikel
Neue Radaranlagen sollen Verkehr messen
Nächster Artikel
Panzer soll wieder durchs Land fahren

In diesem Jahr hat die Stadt zahlreiche Schützenkönige zum Neujahrsempfang eingeladen, zum Beispiel Stefanie und Daniel Skaloud aus Bevensen.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Es sei gut möglich, dass die Notunterkunft in der Sporthalle der Luttmerser Kaserne bald wieder in Betrieb genommen wird. Die Stadt habe die Nutzung beantragt, um ihre Pflicht zur Unterbringung von Flüchtlingen erfüllen zu können, sagte Bürgermeister Uwe Sternbeck den rund 200 Gästen in der NASC-Halle.

„In dieser Diskussion werden die persönlichen Bedürfnisse allzu oft über die Gemeinschaft gestellt“, sagte Major Thorsten Nagelschmidt bedauernd. Der Standortälteste der Wilhelmstein-Kaserne hat die Flüchtlingsdebatte am eigenen Standort erlebt - und beim Aufbau des Camps Fallingbostel, einem Notlager für mehr als 7000 Menschen. Da habe es Stoff für viele, auch wütende, Diskussionen gegeben, aber auch unglaublich viel Aktivität und Hilfsbereitschaft, sagte er.

Die Krisenherde werden jedenfalls nicht weniger: Ebenso wie die Kollegen vom Versorgungsbataillon 141 bereiten sich die Panzergrenadiere des Bataillons 33 unter Nagelschmidts Kommando stets auf weitere internationale Einsätze vor. Afghanistan, Mali, Irak und Kosovo heißen die wichtigsten Ziele, die bislang bekannt sind.

Allein bei Hilfseinsätzen könne man es aber nicht bewenden lassen, das wurde aus dem Vortrag der Gastrednerin deutlich. Professorin Annette Jünemann von der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr ging überraschend hart mit der aktuellen Politik auf Bundes- und europäischer Ebene ins Gericht. Sie betonte, dass sich eine Verringerung der Flüchtlingsströme nicht erreichen lasse, indem man Grenzen schließe und autokratisch geführte Staaten kurzerhand zu sicheren Herkunftsländern erkläre.

Vielmehr müsse man aufhören, die korrupten und gewalttätigen Herrscher und ihre Systeme zu unterstützen. Stattdessen sei es wichtig, Demokratie zu fördern und fairen Handel mit den Ländern jenseits des Mittelmeeres zuzulassen. Erst dann fänden junge Leute dort wieder Perspektiven.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6slruppk42bedmq8l5i
Die Stadt leuchtet in allen Farben

Fotostrecke Neustadt: Die Stadt leuchtet in allen Farben