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Zweierlei Recht im Ehrenamt?

Neustadt Zweierlei Recht im Ehrenamt?

Die SPD im Rat übt heftige Kritik an der Stadtverwaltung. Auslöser ist die Ankunft von Flüchtlingen in der vergangenen Woche. Klaus-Peter Sommer, SPD-Fraktionschef im Rat, kritisierte in einem Schreiben, er selbst und einige andere SPD-Mitglieder seien quasi "ausgeladen worden".

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Bild des Anstoßes: Helferinnen, darunter Anja Sternbeck, spielen mit Flüchtlingen.

Quelle: Archiv

Neustadt. Klaus-Peter Sommer, SPD-Fraktionschef im Rat, zeigt sich in einem Schreiben an Bürgermeister Uwe Sternbeck verwundert. Er selbst - als Ortsbürgermeister -, aber auch andere SPD-Politiker seien bei der Ankunft von Flüchtlingen nicht willkommen gewesen, quasi „ausgeladen worden“.

Das habe die Verwaltung damit begründet, den Neuankömmlingen solle Ruhe geboten werden. Dafür habe er „selbstverständlich Verständnis gehabt“, schreibt Sommer. Dann aber habe er in Zeitungsberichten einen anderen Eindruck vermittelt bekommen. Und zwar den, dass „von der Verwaltung offensichtlich Unterschiede bei Ehrenamtlichen gemacht wurden“.

Auf einem von Mitarbeitern der Verwaltung gemachten Foto von der Ankunft der Flüchtlinge sind Neustädterinnen zu sehen, die mit ankommenden Kindern Fußball spielen - eine der Frauen ist Anja Sternbeck, Ehefrau des Bürgermeisters und Ratsmitglied der Grünen. Stadtsprecher Uwe Kreuzer wies die Mutmaßung unterschiedlicher Behandlung ehrenamtlichen Engagements gestern zurück - auch in sehr deutlichen Worten. „Soweit uns bekannt ist, wollte die SPD sich etwas ansehen.“ Das sei zu dem Zeitpunkt unangemessen gewesen. Andererseits gebe es eben Ehrenamtliche, „die dort vor Ort konkret helfen“. Das sei im Sinne der Stadt, wenn „andere Ratspolitiker das auch machen wollen, sind sie selbstverständlich willkommen“.

Von Dirk von Werder

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