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Auf den Spuren der Ahnen

Neustadt Auf den Spuren der Ahnen

Der Neuststädter Unternehmer Karl von Wedel hat herausgefunden, dass er Ahnen in der Stadt seines Firmensitzes hat. Eine Entdeckung, die zum 800-jährigen Jubiläums Neustadts passt.

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Traditionsreiche Familie: Karl und Tochter Sibylle von Wedel.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Neustadt hat ihm Glück gebracht. Das wird Karl von Wedel nicht müde zu erwähnen. Vor 35 Jahren kam der mittlerweile international erfolgreiche Unternehmer (Zementindustrie) aus Hamburg nach Neustadt, hat die Stadt im Firmennamen eingebracht: sein IKN steht für Ingenieurbüro Kühlerbau Neustadt.

Neustadt hat ihm Glück gebracht; hier beschäftigt er 100 Ingenieure, hier hat er einen eindrucksvollen Firmensitz an der Herzog-Erich-Allee erstellt. Und hier ist er auf familiäre Bande seines Adelsgeschlechts zur Stadt am Rübenberge gestoßen. Denn in der offiziell auf das Jahr 1215 datierten Urkunde des Grafen von Wölpe, in der Neustadt erstmals offiziell genannt wird, ist auch ein Frithericus de Wedele verzeichnet, als einer der „Edelherren“, die der Beurkundung beiwohnten. Und der gehöre, schriftlich verbrieft, zum Familienstamm. Als er sich für den Standort Neustadt entschieden habe, sagt Karl von Wedel, habe er von der Verbindung seines Vorfahrens zur Stadt nichts gewusst, er fühle sich dadurch aber „in der Entscheidung bestätigt“.

Ein starkes Stück zum Stadtjubiläum

Das wird ein ganz starkes Stück zum Stadtjubiläum: „Erinnern für die Zukunft“ heißt eine Ausstellung im Schloss (Regionsarchiv), die der ehrenamtliche Stadtarchivar Dr. Hubert Höing gerade vorbereitet. Zu sehen sein wird eine Vielzahl historischer Dokumente aus dem Neustädter Stadtarchiv. Höing gibt ein Motto vor: „Aus der Beschäftigung mit der Vergangenheit gewinnen wir die Daten, die wir brauchen für die Gestaltung der Zukunft.“ Das Stadtarchiv verwahrt laut Höing „die schriftliche Überlieferung vergangener Gegenwarten“, es sei das „Gedächtnis der Stadt“. In der Ausstellung sollen ausgewählte Dokumente aus mehreren Jahrhunderten daran erinnern, wie sich das gegenwärtige Bild der Stadt geformt hat. Dabei klingen Themen schon im Vorfeld spannend: „Die Geburtsurkunde“ wird ein Thema und im Original zu sehen sein. Sie wird im Niedersächsischen Landesarchiv in Hannover verwahrt und eigens für die Ausstellung ausgeliehen. Weitere Themen: Lage, Gestalt und Gestaltung der Stadt oder auch „Die Bürger“, unterteilt in „Geburt, Heirat, Tod“, „Verhalten gegenüber Minderheiten“ und „Zuwanderer“. Sämtliche Themen werden mit Original-Dokumenten aus dem Stadtarchiv illustriert. Die Ausstellung ist vom 4. bis 13. September im Schloss zu sehen.

Sein Jubiläum feiert Neustadt öffentlich an drei Tagen im Spätsommer, von Freitag, 11., bis Sonntag, 13. September – und es hat sich Gäste eingeladen. So Abordnungen aus 38 Neustädten in Europa, die zum Jahrestreffen an den Rübenberg kommen. Eröffnungsparty ist am Freitag ab 19 Uhr, am Sonnabend startet um 14 Uhr ein Festumzug durch die Stadt, deren Fußgängerzone zur Festmeile wird. Sonntag ist der Abschluss mit Entenrennen.

Von Dirk von Werder

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