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Blitzeinschlag vernichtet Strohballen

Neustadt Blitzeinschlag vernichtet Strohballen

Nachdem ein Blitz in ihre Strohballen-Pyramide eingeschlagen hat, freuen sich Joana und Karl-Heinz Riekenberg über Unterstützung von befreundeten Landwirten.

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Voller Einsatz: Feuerwehren aus mehreren Ortschaften waren am Sonnabend im Einsatz, um das brennende Stohlager zu löschen.Riekenberg

Quelle: Riekenberg

Neustadt. Neustadt. Rund um den Hof am Eckernkamp riecht es noch immer etwas verkohlt, auf einer Wiese hinter dem Wohnhaus türmen sich die Überreste angeschmorter Rundballen. 657 Stroh- und 238 Heuballen hat das Feuer am Sonnabend zerstört. Hinzu kommen einige Hundert Ballen, die durch den Löscheinsatz durchnässt und damit ebenfalls als Totalschaden eingestuft sind. Hofbetreiberin Joana Riekenberg rechnet mit einem Gesamtschaden von gut 50 000 Euro. „Und wir hatten sogar noch Glück im Unglück“, sagt ihr Ehemann Karl-Heinz Riekenberg. „Uns und unseren Tieren ist nichts passiert, das ist das Wichtigste.“

Das Ehepaar züchtet Rinder der Rasse Blonde d’ Aquitaine, fast 200 Tiere sind auf dem Hof heimisch. Damit die Rinder gut durch den Winter kommen, haben Riekenbergs in den vergangenen Wochen einen großen Strohvorrat angehäuft. Rund 3500 Ballen benötigen sie jährlich. „Wäre das Unglück zwei Wochen später passiert, hätten wir unseren Vorrat vor dem Winter nicht mehr auffüllen können“, sagt der 65-Jährige.

Doch in der Not sind sie nicht allein. Etliche befreundete Landwirte helfen, wo sie können. „Es gibt eine große Solidarität“, sagt Karl-Heinz Riekenberg. Bereits bei den Löscharbeiten hatten etliche Freunde mit angepackt. „Jetzt wissen wir, auf wen wir uns verlassen können. Im Notfall trennt sich die Spreu vom Weizen“, sagt Riekenberg, der auch der Feuerwehr ein großes Kompliment macht. „Die Jungs haben wirklich alles gegeben.“

Stroh zu Gold machen? Das funktioniert nur im Märchen. Während für eine Tonne Stroh im Jahr 2012 noch bis zu 150 Euro bezahlt wurden, ist der Preis in den vergangenen Jahren merklich zurückgegangen. Der Großballen kostet aktuell im bundesweiten Schnitt knapp 80 Euro je Tonne. Heu ist mit durchschnittlich rund 105 Euro je Tonne teurer. Die Preise schwanken jährlich und sind stark von der Nachfrage in der jeweiligen Region sowie den im Getreidestroh vorhandenen Nährstoffen abhängig. In Niedersachsen liegt der Verkaufspreis für eine Tonne Stroh ab Hof in der Region Süd-Ost, zu der auch Neustadt gehört, derzeit zwischen 75 bis 95 Euro. Zum Vergleich: In Sachsen kostet eine Tonne Stroh aktuell nur 45 Euro.bg

Von Benjamin Gleue

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