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Der Biber macht sich breit

Neustadt Der Biber macht sich breit

Biber sind im Neustädter Land auf dem Vormarsch. Neben dem Revier am Kolk sind auch entlang der Leine Exemplare des unter Naturschutz stehenden Nagers gesichtet worden. Biberberater wollen die Population nun untersuchen und an Shculen über die Nager aufklären.

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Die Population der Biber im Neustädter Land steigt. Daher wollen Biberberater wie der Neustädter Jürgen Trossowski (kleines Bild mit Fraßstelle im Ast und Biberfell) künftig vermehrt in Kindergärten und Schulen über den Nager informieren.

Quelle: Patrick Pleul

Neustadt. Die Biberberater Holger Machulla und Jürgen Trossowski glauben, dass etwa 20 Tiere in der Gemarkung zwischen Bordenau und Stöckendrebber unterwegs sind. „Wir wissen erst im Winter, ob alle Tiere bleiben. Es könnten auch Wander-Biber dabei sein“, sagt Machulla, der auch Vorsitzender des Angelsportvereins ist.

Während die hiesigen Angler die fleißigen Fluss-Baumeister schon ziemlich gut kennen, will der Verein nun vermehrt Kindern die Lebensweise des Nagers näherbringen. „Wir wollen gezielt in Kindergärten und Schulen gehen, um das Interesse für den Biber zu wecken und spielerisch über seine Lebenswelt zu informieren“, sagt Machulla. Der Verein hat dafür eigens das Projekt „Wir lernen den Biber kennen“ ins Leben gerufen und will für die Schulungen Präparate und Informationsmaterial anschaffen. Die niedersächsische Bingo Umweltstiftung unterstützt das Projekt mit 6000 Euro.

Außerdem arbeiten die Biberberater derzeit an einer Kartierung der Reviere. „Wir müssen die Population im Auge behalten. Noch ist die Akzeptanz für den Biber groß, das kann sich aber ändern“, sagt Machulla.

So ist der Nager in Bayern schon zu einem Problem geworden, da er Deiche untergräbt, Felder unter Wasser setzt. In Neustadt gibt es bisher aber kaum Probleme, wie Hartmut Müller vom Wasser- und Bodenverband sagt. Lediglich am Kolk musste gehandelt werden: Da hier Felder überflutet waren, ist eine Röhre in den Biber-Damm eingebaut worden. „Dadurch haben wir den Wasserstand gesenkt. Der Biber wird uns aber in Zukunft wohl vermehrt beschäftigen, wir beobachten die Entwicklung“, sagt Müller.

Von Benjamin Gleue

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