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Die Hilfe wird jetzt koordiniert

Neustadt Die Hilfe wird jetzt koordiniert

Da die Kirchengemeinden derzeit mit Spenden überschwemmt werden, sollen die Hilfsangebote nun besser abgesprochen werden.

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Die Kirchengemeinden sprechen ihre Hilfsangebote ab: Christoph Bruns (von links), Marcus Buchholz, Ulrike Schimmelpfeng, Ole Hinkelbein, Matthias Ziemens, Anna Wissmann und Janet Breier.

Quelle: Susanne Döpke

Neustadt. Die Kirchengemeinden der Stadt werden derzeit mit Hilfsangeboten und Sachspenden für Flüchtlinge überschwemmt. „Wenn wir Sachspenden annehmen würden, wäre der Gemeindesaal bis unter die Decke gefüllt“, sagt Ulrike Schimmelpfeng, die die Flüchtlingshilfe im evangelischen Kirchenkreis koordiniert. Die Pastorin ist dankbar für die große Hilfsbereitschaft, kann aber derzeit nur an das Möbellager der VHS und die DRK Kleiderkammer verweisen.

Auch Pastor Ole Hinkelbein von der freikirchlichen Gemeinde und der katholische Pfarrer Matthias Ziemens werden mit Hilfsangeboten überhäuft. Darum haben am Freitag Vertreter des evangelischen Kirchenkreises, der Freikirche und der katholischen Gemeinde zusammengesessen, um Angebote zu koordinieren.

Ziemens ist begeistert - zu einem Treffen Anfang der Woche kamen mehr als 30 Menschen, darunter viele Jugendliche, die etwas auf die Beine stellen wollen. Außerdem plant die katholische Gemeinde, in ihren Räumen Sprachkurse anzubieten. Außerdem soll ein Willkommenscafé bald einmal wöchentlich Kontakt zwischen Neustädtern und Neuankömmlingen herstellen.

Eine ähnliche Idee hatte auch Janet Breier von der Diakonie: Sie plant, bald mit dem Familiencafé Vielfalt an den Start zu gehen, um Kontakte zwischen Familien zu fördern. Schimmelpfeng hat noch eine andere Idee, wie jeder Neustädter helfen kann, ohne sich für Projekte zu verpflichten. „Vielleicht könnte man sich einfach mal gegenseitig besuchen, oder ein Flüchtlingskind mit zu einer Geburtstagsfeier einladen“, schlägt Schimmelpfeng vor. Auch Sportvereine könnten sich überlegen, welche Angebote sie für Flüchtlinge anbieten könnten.

Der Kirchenkreis in Neustadt/Wunstorf hat ein Spendenkonto eingerichtet, von dem zum Beispiel Unterrichtsmaterial für Flüchtlinge gekauft werden sollen. Spenden, die unter Stichwort „Flüchtlingshilfe“ bei der Stadtsparkasse Wunstorf auf dem Konto IBAN DE26 2515 2490 0000 1092 07 eingehen, werden vor Ort eingesetzt. Wer helfen will kann zum Treffen am Montag, 5. Oktober, 18 Uhr, ins Haus der Kirche kommen oder sich per Mail bei Ulrike.Schimmelpfeng@t-online.de melden.

Von Susanne Döpke

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