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Neustädter Willkommenskultur

Neustadt Neustädter Willkommenskultur

„Willkommen in Neustadt“, hieß es am Donnerstag für sechs Flüchtlingsfamilien, die aus dem Zentralen Aufnahmelager Braunschweig nach Neustadt gekommen sind.

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Willkommen in Neustadt: Anja Sternbeck (links) von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und die katholische Gemeindereferentin Claudia Schwarzer spielen mit einigen Flüchtlingskindern, die mit ihren Familien vorübergehend in der Turnhalle der Hans-Böckler-Schule untergebracht sind.

Quelle: Susanne Döpke

Neustadt. Es war ein herzlicher Empfang, ehrenamtliche Helfer hatten ein Büfett vorbereitet, spielten mit den Kindern und Nachbarn brachten selbst gebackenen Kuchen vorbei.

Nun müssen sich die Menschen zunächst einrichten - in ihrer neuen Unterkunft in der Hans-Böckler-Halle und untereinander. Feuerwehr und Bundeswehr hatten dort vorab Teppichboden verlegt und Abteile mit stabilen Wänden errichtet, die die Bewohner selbst mit Stellwänden gestalten können. Die Hilfsbereitschaft der Neustädter ist groß: Neben den Sozialpädagogen des Fachdiensts Soziales helfen Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe. Sie helfen beispielsweise bei der Betreuung von Kleinkindern. Kirchenkreis, Freiwillige aus den Kirchengemeinden, Landfrauen und Rot-Kreuzler helfen Tag für Tag. „Ich bin sehr froh über die Willkommenskultur in unserer Stadt. Uns erreichen in diesen Tagen viele Hilfsangebote“ sagte Bürgermeister Uwe Sternbeck. Er dankte den Helfern ausdrücklich.

Nun gilt es, den Alltag zu organisieren. Für die Mahlzeiten werden feste Zeiten vereinbart, zu denen ein Büfett aufgebaut wird. Der erste Behördengang geht zum Stadtbüro, bei dem sich die Neuankömmlinge anmelden müssen. Dabei werden sie von Dolmetschern und Sozialarbeitern begleitet. Anschließend folgt die Meldung bei der Ausländerbehörde der Region und später die Eröffnung des Asylverfahrens, das in der Erstaufnahmeeinrichtung in Braunschweig verhandelt wird.

Eine der sechs Familien ist nicht in der Hans-Böckler-Halle untergebracht, sondern in einer noch verfügbaren Wohnung der Stadt. Sie hatte den Vorzug erhalten, weil sie ein schwerkrankes Baby hat. Es ist geplant, dass die Flüchtlinge zu Schuljahrsbeginn in die ehemalige Goetheschule umziehen, die gerade dafür hergerichtet wird.

Als Erstes fehlen Wohnungen

Die Stadt rechnet damit, dass bereits in der nächsten Woche weitere Flüchtlinge nach Neustadt kommen, darum werden vorrangig Unterkünfte gesucht. „Wir brauchen freie Wohnungen“, sagt Stadtsprecherin Nadine Schley. Außerdem werden für die Unterkunft an der Hans-Böckler-Straße funktionsfähige Staubsauger benötigt. Ansprechpartner ist die Flüchtlingshilfe des Kirchenkreises, die unter peter.albrecht@ccs-neustadt.de zu erreichen ist, oder der Fachdienst Soziales unter Telefon (05032) 84292. Weitere sind auf der Internetseite der Stadt unter Soziales & Gesundheit aufgelistet.

Von Susanne Döpke

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