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Obstplantagen müssen kräftig wässern

Neustadt/Eilvese Obstplantagen müssen kräftig wässern

In Baumschulen und Obstplantagen ist zurzeit Hochsaison. Doch Hitze und Trockenheit erfordern zusätzlichen Aufwand für die Betreiber. 

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Katharina (6, links) und Alexandra (4) helfen bei der Ernte.

Quelle: Carola Faber

Neustadt/Eilvese. Die Temperaturen steigen permanent, und mangels Niederschlag trocknen die Böden aus. Ohne zusätzliche Bewässerung kommen Baumschulen, Gärtnereien und Plantagen nicht aus. „Seit dem vergangenen Herbst haben wir keinen andauernden Regen mehr gehabt. Der Winter und das Frühjahr waren für uns viel zu trocken“, erklärt Diplom-Ingenieurin Simone Wassermann von der gleichnamigen Baumschule.

Um die Pflanzen mit genügend Flüssigkeit zu versorgen, werden diese immer nachts berieselt. „Im Schnitt läuft die Bewässerung auf jeder Fläche etwa zwei Stunden, dann wird gewechselt“, sagt die Fachfrau und ergänzt: „Gartenliebhaber sollten gerade bei Neupflanzungen darauf achten, dass der Ballen nicht austrocknet.“ Selbst bei fest verwurzelten Pflanzen gebe es Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung, weil im Boden keine Reserven mehr vorhanden seien. „Mit dem Finger sollte man am Ballen besser einmal mehr fühlen, wie feucht dieser ist.“

Auch die Heidelbeerpflanzen auf dem Baumschulgelände müssen zusätzlich bewässert werden - sie werden durch ein ausgeklügeltes Schlauchsystem versorgt, das zwischen den Pflanzreihen verlegt ist. Denn bei einer Berieselung von oben könnte es braune Flecken auf den Blättern geben.

Die Blaubeerplantage an der Bundesstraße 6 in Eilvese, der Obsthof Rieke, wird ebenfalls die ganze Nacht hindurch mit zusätzlichem Wasser versorgt. „Es war sehr aufwendig, die Tropfschläuche zu verlegen, aber das hat sich gelohnt. Anders könnten wir die Büsche nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgen“, bestätigt Agraringenieur Jochen Rieke, der die Plantagenfläche seit der Übernahme 2011 von 7,7 auf zwölf Hektar erweitert hat. Auf dem Obsthof Rieke herrscht zurzeit reger Betrieb. Die Liebhaber der kleinen blauen Früchte können zwischen zehn Sorten wählen.

„Bis September ist hier Hochsaison. Selbstpflücker kommen viele - aber nur wenn die Temperaturen nicht über 30 Grad steigen“, sagt Rieke, der auf dem weitläufigen Gelände neben Heidelbeeren auch Himbeeren und Erdbeeren angepflanzt hat.

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