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Turmfragment hat nun ein Glasdach

Neustadt Turmfragment hat nun ein Glasdach

Die Stiftung Kulturregion ein Dach über die historischen Turmfragmente, die am Schloss Landestrost gefunden wurden, erbauen lassen. Die Überreste wurden 2009 bei der Sanierung der Fetungsmauer entdeckt.

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Ein Dach schützt historische Turmfragmente am Schloss.

Quelle: Carola Faber

Neustadt. Ein neues Glasdach schützt nun historische Überreste, die lange hinter der Festungsmauer von Schloss Landestrost verborgen waren: Die Stiftung Kulturregion hat nun über den Fragmenten eines Turms, der nach Meinung von Fachleuten aus dem 16. Jahrhundert stammt, einen Wetterschutz errichten lassen, um sie zu erhalten.

„Man kann an die Brüstung herantreten und auf den Turm hinabschauen“, sagt Anja Römisch, Geschäftsführerin der Stiftung. Eigentlich war geplant, 2009 die marode Festungsmauer sanieren zu lassen, weil sie Risse bekommen hatte. Bauarbeiter entdeckten dabei die Überreste des Turms.

An der betreffenden Stelle schien es schon immer schwer, zu bauen. Einer Sage nach soll dort ein Kind als Menschenopfer eingemauert worden sein, damit das Bauwerk hält - bei der Sanierung wurden aber keine menschlichen Überreste gefunden. Eine Kinderfigur war an dieser Stelle in die Mauer eingelassen. „Man hat immer vermutet, dass es sich um ein Relief handelte, es ist aber wohl eine mittelalterliche Figur“, sagt Römisch. Die wird an gleicher Stelle ausgestellt.

Eigentlich hätten die Arbeiten bis zum Stadtjubiläum beendet sein sollen, doch die Baufirma habe es nicht ganz geschafft. Noch fehlt ein fest installiertes Gitter an der Leutnantswiese, das Besuchern zwar den Blick auf das Mauerwerk, aber keinen direkten Zutritt gestattet. Die Errichtung von Dach und Gitter kosten die Stiftung etwa 140.000 Euro, die Bingo Umweltstiftung gibt 20.000 Euro dazu.

Von Susanne Döpke

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