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Turnhalle wird zum Notlager für Flüchtlinge

Neustadt Turnhalle wird zum Notlager für Flüchtlinge

Es ist eine kurzfristige Notlösung: Etwa 40 Flüchtlinge werden in der nächsten Woche provisorisch in der Turnhalle der Hans-Böckler-Schule in Neustadt untergebracht. Später sollen sie ins Gebäude der früheren Grundschule am Goetheplatz umziehen.

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Bastian Kühn und Pascal Mikolai reparieren zurzeit Vandalismusschäden in dem Gebäude.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Die Anwohner wurden Donnerstagvormittag mit einem Schreiben informiert: In der Turnhalle an der Kornstraße werden voraussichtlich ab Donnerstag rund 40 Flüchtlinge unterkommen. Feuerwehr und DRK begannen, die Halle als Notunterkunft herzurichten.

Bundeswehrsoldaten hatten zuvor Teppichboden ausgelegt, die Feuerwehr brachte Stellwände aus dem Rathaus, um Familien in der Halle wenigstens ein wenig Privatsphäre zu ermöglichen. DRK-Helfer lieferten Feldbetten, Tische und Bänke. Die Halle sei ausgewählt worden, weil sie über Duschen und weitere sanitäre Einrichtungen verfüge, sagte Stadtsprecherin Nadine Schley. Bürgermeister Uwe Sternbeck bat die Anwohner um Verständnis: „Helfen Sie mit, dass sich diese Menschen nach ihren oft schrecklichen Erlebnissen auf der Flucht bei uns wohlfühlen und eine Perspektive finden können.“

Zeitgleich werden Räume in der ehemaligen Grundschule am Goetheplatz hergerichtet - dort sollen die Flüchtlinge zum Ferienende einziehen, damit die Turnhalle wieder genutzt werden kann. „An der Schule wird ein moderner Hygiene-Container aufgestellt, denn das Gebäude hat keine Duschen“, sagte Schley. Das frühere Schulgebäude ist Jahre nach der Schließung noch nicht fertig hergerichtet. Nur ein Flügel wird bisher genutzt, dort ist etwa eine Kinderkrippe untergebracht. Gestern beseitigten Mitarbeiter der Tischlerfirma Strecker dort Vandalismusschäden.

Das Land verteilt aktuell Asylbewerber auf alle Kommunen, die Erstaufnahmelager sind überfüllt. In Wunstorf werden 20 Flüchtlinge erwartet.

Sammelunterkünfte: SPD-Politiker drängt auf Lösung

Die Diskussion um eine Sammelunterkunft für Flüchtlinge in der Stadt hält an – zu lange, findet SPD-Fraktionschef Klaus-Peter Sommer. „Wir müssen Nägel mit Köpfen machen, jetzt sehen wir ja, wie schnell ein Notfall eintritt“, sagte der Pgermolitiker. Eine Idee sei es, auf dem ehemaligen Hastra-Gelände an der Memeler Straße, das seit dem Auszug der Stadtwerke weitgehend leer steht, Wohnungen zu bauen. „Diese könnten später als Sozialwohnungen genutzt werden“, schlägt Sommer vor. Büreister Uwe Sternbeck sagte gestern dazu, die Entscheidung für einen Standort für eine Sammelunterkunft sei noch nicht gefallen. „Nach wie vor wollen wir lieber dezentral unterbringen“, betonte er. „Aber das geht nicht immer.“  göt

Von Kathrin Götze

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