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Stadt: Wohnungen für Flüchtlinge nicht nutzbar

Neustadt Stadt: Wohnungen für Flüchtlinge nicht nutzbar

Mietwohnungen und Häuser, auch im Bundesbesitz, stehen in Neustadt leer, während Flüchtlinge Unterkunft in kargen Turnhallen finden. Ist das richtig?

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Die Turnhalle der Hans-Böckler-Schule bietet über 30 Flüchtlingen eine provisorische Unterkunft. Die Stadt sucht Wohnraum, um die Menschen würdiger unterbringen zu können.

Quelle: Susanne Döpke

Neustadt. Wohin mit Menschen, die aus der Fremde kommen, die Zuflucht suchen? Erst seit einer Woche sind die Fragen in Neustadt allgegenwärtig. Jahrelang kamen allenfalls einzelne Familien, konnten weitgehend problemlos untergebracht werden. Jetzt nicht mehr.

Über 30 Flüchtlinge leben seit einer Woche in der Turnhalle Hans-Böckler-Straße. Sie sollen diese schnellstmöglich wieder verlassen - um in die frühere Goetheschule umzuziehen. Ihr Schicksal berührt die Neustädter. Und viele machen sich Gedanken: „Da stehen doch Dienstwohnungen leer und ganze Häuser“, sagt Gunter Wüst, früherer Polizeichef in der Stadt. Er kennt sich aus, nennt aus dem Stand zwei Leerstände. Eine „Dienstvilla“ im Gewerbegebiet, ein weiteres Haus an der Königsberger - beide öffentlich geprägten Dienstleistern und Versorgern gehörend. Ein anderer Leser, der ungenannt bleiben möchte, hat auf Wohnraum „für mindestens 20 Familien in Mecklenhorst“ hingewiesen. Die Gebäude, frühere Dienstwohnungen des Instituts in Mariensee, sollen irgendwann dem Neubau von Forschungseinrichtungen weichen. „Doch die könnte man doch erst einmal nutzen“, meint der Neustädter.

„Leider nicht“, sagt dagegen Stadtsprecher Uwe Kreuzer. Man wisse um die Gebäude, habe bei der Bundesimmobilienverwaltung nachgefragt. Ergebnis: Eine Sanierung wäre zu aufwendig. Das gelte beispielsweise auch für das Gebäude im Gewerbegebiet. „Aber wir freuen uns, wenn wir auf mögliche Objekte hingewiesen werden.“ Gespräche mit Bundesbehörden über deren leer stehende Immobilien seien in einem Fall übrigens erfolgreich gewesen. In Luttmersen würden der Stadt aus früherem Bundeswehrbestand sieben Wohnungen übergeben.

Von Susanne Döpke und Dirk von Werder

Turnhalle wird wieder geräumt

Dass weitere Flüchtlinge nach Neustadt kommen werden, steht außer Frage – wann wie viele der Stadt von Landesbehörden zugewiesen werden, ist nicht absehbar. Die Kommune will allerdings vorbereitet sein. Für bis zu 60 Menschen werden Räume in der früheren Goetheschule hergerichtet, ergänzt um Sanitärcontainer, die vermutlich heute aufgestellt werden. Die Turnhalle an der Hans-Böckler-Straße soll jedenfalls ab Schuljahresbeginn (3. September) wieder für den Turnunterricht der angrenzenden Grundschule zur Verfügung stehen.

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