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Eine Hochburg der Honigproduktion

Neustadt Eine Hochburg der Honigproduktion

Fleißige Bienen, fleißige Imker: Das Neustädter Land entwickelt sich zu einer Hochburg der Honigproduktion. Rund 60 Imker im Neustädter Land halten 700 Bienenvölker und sorgen so für eine Jahresproduktion von mindestens 15 Tonnen Honig.

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Norbert Knop ist Imker, kennt den Umgang mit seinen Insekten, produziert wie seine Imkerfreunde leckeren Honig.

Quelle: von werder/privat

Neustädter Land. 60 Mitglieder zählt der Imkerverein um den Vorsitzenden Norbert Knop aus Nöpke. 60 Imker, die in der Summe rund 700 Völker ihr Eigen nennen - ein jedes davon in der Lage, pro Jahr mindestens 20 Kilogramm des nahrhaften Naturproduktes zu erzeugen. "Es ist schon ein faszinierendes Hobby, das uns verbindet", sagt Knop.In seinem großen Garten in Nöpke herrscht aktuell Aufbruchstimmung: Vier seiner acht Stöcke  - der Heimat eines Volkes mit jeweils zwei Brut- und einem Honigraum - werden in den nächsten Tagen an Rapsschlägen in der weiteren Gemarkung aufgestellt, aus den übrigen starten die Immen zu blühenden Bäumen und Pflanzen in der Umgebung, kehren mit Nektar oder Honigtau zurück. 

"Die Nachfrage nach Honig steigt ständig", sagt Knop; die Produktion landesweit könne den Bedarf nicht decken. "Der meiste Honig wird daher importiert." Was in den Dörfern des Neustädter Landes produziert wird, wird vielfach schon professionell vermarktet, etwa unter dem Etikett "Echter Deutscher Honig", mit Namen und Kontrollnummer des Imkers und dem Anhang "Aus dem Mühlenfelder Land." In Märkten wie dem Hagener Edekamarkt stehen Gläser Knops und seiner Kollegen in den Regalen.

Hobby und Verein florieren: "Es kommen auch wieder junge Leute, die sich für die Bienenhaltung begeistern", sagt Knop. Die Freude an der Natur, der Umgang mit den fleißigen Immen, schließlich der Genuss des Honigs aus der eigenen Bienenhaltung - das sei etwas, das auch Neulinge anspreche. Bei der Hauptversammlung der Imker ehrte Knop vor wenigen Wochen ein Mitglied, der seit 40 Jahre dabei ist: Manfred Gewetzki aus Neustadt. "Der hat mit zehn Jahren, noch in Ostpreußen, seinen ersten Bienenschwarm selbst eingefangen." Damals seien die Insekten auch mit Sicherheit noch aggressiver gewesen. Natürlich werde ein Imker auch heute noch bisweilen mal gestochen. Für ihn sei das "deutlich weniger als ein Wespenstich. Manchmal merkt man das gar nicht wirklich."

In Teamarbeit mit der Landwirtschaft

Imker profitieren von der Landwirtschaft, die Landwirtschaft aber auch von den Imkern. "Ein Bienenvolk pro Hektar Raps bringt mindestens zehn Prozent höheren Ertrag", sagt Norbert Knop. Die Bienen sorgten für eine bessere Befruchtung der Pflanzen. Gut aus Sicht der Imker sind auch Blühpflanzen-Mischungen, die Landwirte als Zwischenfrucht nach der Ernte oder auf Randstreifen ausbringen. "Blühende Früchten in den Monaten Juli bis September helfen uns sehr." Schlecht seien dagegen späte Blühphasen wie im vergangenen Jahr bis in den Dezember hinein. "Das bringt die Bienen aus dem Rhythmus". Ab Oktober bräuchten die Insekten die Ruhephase.

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Von Dirk von Werder

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