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Ackerbau soll nicht grenzenlos sein

Neustadt/Wunstorf Ackerbau soll nicht grenzenlos sein

Im Neustädter Land haben viele Ackerflächen in den vergangenen Jahrzehnten zugelegt - auf Kosten oft städtischer Wirtschaftswege. Das will die Stadt künftig eingrenzen, manch Besitzerwechsel rückgängig machen.

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Mitarbeiter des BUND und Neustädter Grüne haben in den vergangenen Monaten Parzellen und Wege in Schneeren vermessen

Quelle: privat

Neustadt. Viele hundert Kilometer Wirtschaftswege durchziehen die 33 Stadtteile - die meisten entlang von Feldern und Wiesen. Und über die Jahrzehnte wurde manch Wegesrand schmaler, bei der Bodenbearbeitung "umgepflügt". Neustadts Grüne haben sich dieses Themas in den vergangenen Monaten angenommen, haben  gemeinsam mit Vertretern des BUND den Ist-Zustand von Feldern und Wegen mit offiziellen Katasterunterlagen verglichen. Allein in Schneeren summiere sich der Flächenverlust auf 2,2 Hektar, teilt Stadtverbandsvorsitzende Uta Lamla mit; die Stadt wisse nicht im Ansatz, in welcher Größenordnung sich das insgesamt abspiele.

Die Stadt allerdings will handeln. Eine neue Stelle im Grünflächenamt werde ausgeschrieben, sagt Behördensprecherin Nadine Schley, der oder die neue Mitarbeiter(in) solle "unter anderem" Flächen in den Gemarkungen überprüfen. Mit Auftakt in Schneeren und Mardorf, "weil dort Landschaftsschutzgebiete betroffen sind." Schley betont aber, mögliche Anpassungen sollten "in Abstimmung mit den Landwirten erfolgen und nicht gegen sie". Zum Jahresende würden vermutlich erste Gemarkungsteile überprüft werden. Dabei würden in erster Linie Luftbilder mit Kartenmaterial der Katasterämter verglichen.

Die Wirtschaftswege in den Gemarkungen gehörten bis zur Gebietsreform 1974 den jeweiligen Gemeinden, wurden dann Eigentum der neuen Stadt Neustadt. In vielen Dörfern wurden sie später sogenannten Realgemeinden rückübereignet, die seither für Pflege und Unterhalt zuständig sind. In Schneeren und Mardorf gehören sie weiterhin der Stadt.

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Von Dirk von Werder

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