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Neustadt steht vor einem Finanzdesaster

Neustadt Neustadt steht vor einem Finanzdesaster

Neustadt steuert auf ein Finanzdesaster zu: Bis Ende dieses Jahrzehnts könnten sich die kommunalen Schulden ansatzweise verdoppeln. Ein erster Entwurf für den Haushalt 2016 liegt vor; Bürgermeister Uwe Sternbeck hat ihn am Donnerstag dem Rat vorgestellt.

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Neustadts Finanzsituation wird schwieriger.

Quelle: Symbolbild

Neustadt. Mit Aussagen, die die Dramatik der Entwicklung zunächst nicht erkennen ließen - und ohne Aussprache in der Bürgervertretung. Das ist durchaus üblich. Die Ratsfraktionen werden sich in den nächsten Monaten intensiv mit den Zahlen beschäftigen.

Der Gestaltungsspielraum einer Stadt wie Neustadt sei knapp, sagte Sternbeck, es gehe darum, dennoch „Schwerpunkte bei den Schlüsselvorhaben zu setzen“.

Dabei werden Rat und Verwaltung vor schwierige Aufgaben gestellt. Das wurde den Bürgervertretern schlagartig klar, als Finanzdezernent Maic Schillack die Aussagen Sternbecks mit Zahlen untermauerte. Alarmierend vor allem Schillacks Prognosen zur Entwicklung der Schulden in den nächsten Jahren. 2019 werden diese sich demnach auf 74 Millionen Euro belaufen - nach 32 Millionen im laufenden und voraussichtlich 41 Millionen, die für 2016 zu erwarten sind.

Damit würde sich Neustadt innerhalb von vier Haushaltsjahren an die Spitze der Pro-Kopf-Verschuldungen der Kommunen in der Region Hannover katapultieren: Von derzeit 954 Euro, mit denen laut Statistik jeder der 45 000 Neustädter an kommunalen Schulden belastet ist, auf 1712 Euro Ende 2019. Ein Grund für die rasant negative Entwicklung: Neustadt steht vor zahlreichen Großinvestitionen - in Rathaus, Feuerwehrhäuser, Straßenbau.

Von Dirk von Werder

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