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Neustadt will einheitliche Baumschutzsatzung

Auswahlkriterien Neustadt will einheitliche Baumschutzsatzung

Geht es nach der Stadtverwaltung, gilt für ganz Neustadt (Region Hannover) bald eine einheitliche Baumschutzsatzung. Herausgenommen sind einzelne Siedlungsbereiche, aber auch viele Baumarten: So sollen Birke, Weide, Robinie und Kiefer nicht unter Schutz stehen.

Neustadt. Bisher gibt es Satzungen nur für die Kernstadt, Hagen, Mardorf und Bordenau. Und diese unterscheiden sich sogar noch in Auswahlkriterien, nach denen Bäume unter Schutz gestellt werden.

Auch deswegen war in den vergangenen Jahren in Ortsräten und Rat eine Diskussion über Sinn oder Unsinn der Regelwerke ausgebrochen. Nach anhaltenden Diskussionen hatte sich vor Jahresfrist Eilvese sogar von seiner vormaligen Satzung verabschiedet.

Auch Neustädter Baumschützer hatten die bisherigen Satzungen als überarbeitungswürdig angesehen. Sie schlugen ein Baumschutzkataster vor, ähnlich dem in Wunstorf-Luthe.

Das Team Stadtplanung in Neustadts Verwaltung schlägt einen dritten Weg vor: Generell sollen „orts- und landschaftsprägende Großbäume“ in fast allen Siedlungsgebieten Neustadts und seiner Dörfer unter Schutz gestellt werden. Einheitliches Kriterium wären demnach 25 Zentimeter Stammumfang in einer Höhe von 80 Zentimetern.

Allerdings wären im Gegensatz zu bisherigen Satzungen lediglich Laubbäume (außer Obst) und Walnuss betroffen. Und: Um Kosten zu sparen, sollen die Bäume nicht kartiert werden.

Der Vorschlag der Verwaltung wird in den nächsten Wochen zunächst in den Ortsräten beraten.

Als beispielgebend für den Schutz erhaltenswerter Bäume gilt vielfach die Baumerhaltungssatzung für den Wunstorfer Stadtteil Luthe. Dort wird genau kartiert, was laut Satzung als Baum eine „ortsbildprägende Funktion“ hat. Luthe setzt auf dicke Dinger: Erfasst wird, wer es als Laubbaum oder Walnuss in einem Meter Stammhöhe auf einen Durchmesser von 1,50 Meter bringt. Jeder dieser Bäume steht unter städtischem Schutz.

Dirk von Werder

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