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Danke für 230 Jahre Stadtpolitik

Neustadt Danke für 230 Jahre Stadtpolitik

18 Bürgervertreter, die Donnerstagabend aus dem Rat verabschiedet wurden, stehen für weit über zwei Jahrhunderte ehrenamtliche kommunalpolitische Arbeit.

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Sie verlassen den Rat: 15 von 18 scheidenden Bürgervertretern; auf dem Bild fehlen Klaus Hibbe (CDU), Andreas Plötz und Hans-Jürgen Hayek, (beide Grüne).

Quelle: von Werder

Neustadt. Politik in Neustadt ohne Werner Rump, ohne Dirk Salzmann oder Klaus-Peter Sommer? Das wird für manch Beobachter der Ratsarbeit vergangener Jahrzehnte gewöhnungsbedürftig sein. Doch für das prominente Trio, das in verschiedenen Spitzenfunktionen als Fraktionssprecher oder auch Bürgermeistervertreter viele Jahre lang Verantwortung trug, gilt, wie für 15 andere: Künftig sind sie Ex-Ratsmitglieder. Der neuen Bürgervertretung, die sich auf Basis der Wahl vom 11. September am Donnerstag, 3. November, konstituieren wird, gehören sie nicht mehr an.

Es ist geballte kommunalpolitische Erfahrung, die den Rat verlässt: Sieglinde Ritgen (Bordenau), seit 30 Jahren dabei, Otto Rönnebeck (Eilvese), in zwei Etappen über 27 Jahre oder Werner Schaumann (Metel), der eine besondere Geschichte schreibt: Als 25-Jähriger gehörte er von 1968 an zum letzten eigenständigen Gemeinderat Metels, wurde dann 1974 Ratsherr in der neuen Stadt Neustadt, blieb das bis 1991, um dann, nach zwei Jahrzehnten Auszeit, im September 2014 noch einmal mit 71 Jahren in die SPD-Fraktion nachzurücken. In der Summe der 18 Bürgervertreter stehen fast genau 230 Jahre Mandatsarbeit im Gremium.

Ehe es am Donnerstag zu einer Ausstandsparty ins Restaurant Tandem in Neustadt ging, wandte sich mancher der Scheidenden ein letztes mal in offizieller Funktion an das Gremium. Beispiel Otto Rönnebeck, mit 79 Jahren der älteste: "Danke, dass ich mitarbeiten durfte".  

Von Dirk von Werder

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