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Moschee leistet ihren Beitrag zur Integration

Neustadt Moschee leistet ihren Beitrag zur Integration

Einen kräftigen Zuwachs hat die Flüchtlingswelle des vergangenen Jahres auch für die Neustädter Moscheegemeinde bedeutet. Rund 60 Neuankömmlinge aus Syrien, Afghanistan und afrikanischen Ländern kommen nun regelmäßig zu den Gebeten.

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Gemeindevorsteher Murat Köse lädt die Neustädter in die Moschee ein.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. "Einige von ihnen sind sehr regelmäßig da", berichtet Gemeindevorsteher Murat Köse. Die Gemeinde ist sonst von türkischstämmigen Besuchern geprägt, die zum Teil auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Auf Türkisch könne man sich auch mit etlichen der Migranten verständigen, weil sie unterwegs in der Türkei Aufenthalte hatte, manche haben zeitweise dort gearbeitet. "Wir sind für die Muslime eine wichtige Anlaufstelle, zu der sie auch Vertrauen haben", sagt Köse. Insbesondere der Vorstand werde vielfach um Hilfe gebeten, sei es beim Kauf von Einrichtungsstücken oder Haushaltsgeräten, sei es bei Behördenangelegenheiten.

"Wir wollten hier im vergangenen Jahr auch einen Deutschkurs aufziehen, hatten dafür schon Lehrer gewonnen", berichtet Köse. Doch der Plan sei gescheitert, da den Lehrern die Zusatzausbildung "Deutsch als Fremdsprache" fehlte. "Wir hatten viel Zeit und Mühe investiert", sagt Köse achselzuckend. Später habe er von vielen Initiativen gehört, die auf ähnliche Weise scheiterten.

Auch zum Interreligiösen Dialog habe er die Flüchtlinge besonders eingeladen, berichtet Köse. Beim nächsten dieser Treffen, am Dienstag, 27. September, ab 19 Uhr bei der evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Nienburger Straße 15, geht es um Barmherzigkeit im Alltag.

Die Flucht ist Thema beim Tag der offenen Moschee am 3. Oktober. "Hidschra - Migration als Herausforderung und Chance" ist er betitelt. Die Neustädter Gemeinde öffnet ihre Räume an der Wunstorfer Straße 32 an diesem Tag um 12 Uhr, bis 16 Uhr laufen Vorträge und Führungen, die die Besucher bei türkischen Süßspeisen und einem Glas Tee erleben können.

Von Kathrin Götze

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