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Rat streitet um Mandelsloher Pflegeheim

Neustadt Rat streitet um Mandelsloher Pflegeheim

Jetzt ist es durch: Das von einem Investor geplante Seniorenheim am Pastor-Simon-Weg in Mandelsloh darf gebaut werden. Das hat der Rat der Stadt nach langer Diskussion mehrheitlich entschieden, einzig die CDU hat gegen das Bauvorhaben gestimmt.

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Es ist eng am Pastor-Simon-Weg - zu eng für eine Zufahrt zu Schule und Pflegeheim, meinen viele.

Quelle: Benjamin Gleue

Mandelsloh. "Mit dieser Diskussion muss jetzt endlich Schluss sein. Wenn das Projekt nicht verwirklicht wird, war es das mit der Dorfentwicklung. Dann können wir bald die Bürgersteige hochklappen." Ortsbürgermeisterin Annegret Messerschmidt (SPD) war in ihrem Schlusswort vor der für ihren Heimatort so wichtigen Abstimmung ein wenig in Rage geraten. In den 100 Minuten zuvor hatten sich die Ratspolitiker, Messerschmidt gehört diesem Gremium nicht an, einen teils wüsten Schlagabtausch geliefert und – vor mehreren Bürgern aus Mandelsloh - abermals die zuvor schon so häufig gehörten Argumente über das Für und Wider ins Feld geführt.

Christina Schlicker, Fraktionssprecherin der SPD, lobte mit Blick auf das angrenzend geplante Baugebiet "Wiklohstraße West": "In diesem Gesamtprojekt steckt Zukunftsmusik." Die CDU hat indes Bauchschmerzen wegen des Standorts und monierte, dass Alternativen nicht ausreichend überprüft worden seien. Sie forderte, dass über den Bau des Seniorenheims gemeinsam mit dem Baugebiet Wiklohstraße entschieden werden soll. "Wir brauchen dort einen einheitlichen Bebauungsplan. Wenn nicht sicher ist, ob das Baugebiet kommt, ist auch nicht sicher, wie die Zuwegung zum Seniorenheim geregelt ist", kritisierte der Fraktionsvorsitzende Sebastian Lechner.

Letztlich wurde – nach kurzem Einberufen des Verwaltungsausschusses, der erneut zustimmen musste – ein von der Verwaltung vorgeschlagener Passus in den Plan aufgenommen, dem zufolge der Pastor-Simon-Weg nicht für den allgemeinen Durchgangsverkehr zum Seniorenheim genutzt werden darf sondern die Anbindung später von der Wiklohstraße aus erfolgen soll. "Das dient doch nur dazu, die Anwohner zu beschwichtigen", kritisierte CDU-Bauexperte Reinhard Scharnhorst.

Die Entscheidung für den Bau den Seniorenheims fiel nach insgesamt dreieinhalbstündiger Sitzung letztlich aber mit breiter Mehrheit, da auch die Grünen sowie die Ratsherren Willi Ostermann (UWG) und Dirk Salzmann (Bürgerform) dafür votierten. Einzig die zwölf CDU-Abgeordneten stimmten gegen den Bebauungsplan, Thomas Iseke (FDP) enthielt sich.

Von Benjamin Gleue

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