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Neustädter erzählt von Flüchtlingskrise auf Lesbos

Neustadt Neustädter erzählt von Flüchtlingskrise auf Lesbos

Heinrich Roth, Krankenhaus-Experte aus Neustadt, war vor kurzem auf Lesbos, einer der griechischen Inseln. Was er dort von der Flüchtlingskrise mitbekam, hat ihn sehr nachdenklich gemacht.

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Roth machte auch Fotos auf Lesbos.

Quelle: Roth/Archiv

Neustadt. Die Not hat viele Gesichter, sagt Heinrich Roth. Der Neustädter, früherer Energieexperte am Krankenhaus und Grünen-Kommunalpolitiker, ist Kenner der Ägäis, der Insellandschaft im östlichen Teil des Mittelmeeres.

Roth war gerade auf Lesbos, einer herrlichen griechischen Insel, eigentlich ein Touristenmagnet. Roth ist häufig dort gewesen, was er jetzt erlebt hat, ist für ihn neu. „Über die Insel verteilt sind Menschen, die eine Heimat suchen.“ Flüchtlinge - Kurden, Syrer, Iraker, Afghanen. Zelte stehen, wo immer sie Platz finden: in Gärten, auf Parkplätzen, Bürgersteigen. Darin hausen Familien ohne Wasseranschluss und Strom, die meisten ohne Toiletten in der Nähe. „Wir haben Kindern Flaschen mit Wasser gegeben oder Bananen. Mehr kann man vor Ort nicht helfen.“

Besonders dramatisch sei die Lage in der Hafenstadt Mytilini. Auch dort Zelte über Zelte; Männer, die in Schlangen vor Behördenstellen anstehen, um an Papiere zu kommen. „Hier wird einem schnell klar, wie gut es uns geht“, sagt Roth, der „sehr, sehr nachdenklich“ zurückgekehrt ist. Die Not, sagt er, habe viele Gesichter, auch die der Menschen, die auf Lesbos leben. Um über 50 Prozent seien die Buchungen innerhalb eines Jahres zurückgegangen. Dazu die Finanznot der Griechen. „Auch dort stehen viele vor dem Nichts.“

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