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Mandelt hat ein Händchen für Spürnasen

Neustadt Mandelt hat ein Händchen für Spürnasen

Er hat ein Händchen für die Vierbeiner: Mit seiner Schäferhunden gewinnt der Poggenhagener Klaus-Peter Mandelt laufend Preise, sei es bei Schönheitswettbewerben oder bei Leistungsprüfungen.

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Ohne Spaß geht gar nichts: Klaus-Peter Mandelt und seine Schäferhündin Chaya sind ein perfektes Team.

Quelle: Kathrin Götze

Poggenhagen. Zum Beispiel Chaya vom A-Team, nicht nur schlau und talentiert, sondern auch ein Bild von einem Tier. Die dreijährige Schäferhündin ist im Juli in Uslar zu Niedersachsens schönstem Deutschen Schäferhund gekürt worden. Auch beim Bundesentscheid in Nürnberg habe das muntere Tier einen guten Platz belegt, berichtet Mandelt stolz. Er hält auf dem weitläufigen Grundstück um das Haus Annedore am Poggenhagener Ortsrand Richtung Bordenau noch eine Siegerin: Doolittle von der Bundeswehr heißt sie, hat schon ein paar Jahre mehr im Pelz.

Mandelt hat sie schon in seiner aktiven Zeit als Diensthundeführer auf dem Fliegerhorst ausgebildet. Inzwischen ist er im Ruhestand, trainiert auch Doolittle nur noch für Wettbewerbe. Sie ist auf die Nasenarbeit spezialisiert, wird am 1. Oktober zur Landesgruppen-Fährtenhundprüfung in Bad Bodenteich antreten. Halter Mandelt übt mit ihr gern auf dem benachbarten Acker. "Toll, dass der Bauer das zulässt." Denn er braucht für die Fährtenarbeit ein Gelände, das den Bedingungen am Zielort möglichst ähnlich ist. "Der Hund muss sich erstmal auf die Verhältnisse einstellen", sagt der erfahrene Hundeführer.

Wie lange er schon Tiere ausbildet? "Eigentlich mein Leben lang", sagt Mandelt mit einem Achselzucken. Nicht jeder Nachbar hat die respekteinflößenden Hunde gern um sich, in früheren Jahren beschwerten sich manche auch mal über Bellen. "Deshalb habe ich das Grundstück hier gekauft", sagt Mandelt mit einer Geste über Garten, Schuppen und Wiesen, die bis zum Leineufer reichen. "Hier können wir uns richtig ausbreiten und austoben."

Arbeit muss Spaß machen

Wenn Chaya vom A-Team aus dem Zwinger kommt, flitzt und hüpft die langhaarige Schönheit ebenso wild umher wie viele andere junge Tiere. Doch sobald Klaus-Peter Mandelt mit leiser Stimme seine Kommandos gibt, spitzt sie die Ohren, reagiert meist sofort. Ein ausgeprägter Spieltrieb und guter Gehorsam gehört zur Grundausstattung eines erfolgreichen Diensthunds, ohne Spaß würde er seine Arbeit nicht halb so gut machen.

Bei Polizei und Bundeswehr werden die Hunde ausgebildet, um Menschen, Sprengstoff oder Drogen zu suchen - ihre Spürnasen sind nicht umsonst sprichwörtlich. "Bei einem Wettbewerb haben wir mal erlebt, was das bedeuten kann: Doolittle hat einen der Preisrichter gestellt und wollte ihn gar nicht mehr in Ruhe lassen", erzählt Mandelt. Der Mann habe streng abgestritten, irgend etwas mit Drogen zu tun zu haben, hätte den Hund fast disqualifiziert. Bis ihm einfiel, dass er ein medizinisches Pflaster mit einer minimalen Menge Morphium an der Schulter trug.

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Von Kathrin Götze

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