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Nöpke – einfach lebenswert

Neustadt Nöpke – einfach lebenswert

Selbstbewusst und engagiert, wie man die Nöpker kennt, haben sie am Sonntag Jubiläum gefeiert – 850 Jahre Dorfgeschichte.

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In Nöpke ist am Sonntag des 850-jährige Bestehen des Ortes mit vielen Aktionen gefeiert worden.

Quelle: Patricia Chadde

Nöpke. Man frage, wen man will, im Dorf: In Nöpke ist eigentlich jeder der Meinung, dass Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und das Wirken aller Generationen den 640-Seelen-Ort zu einem lebenswerten Fleckchen Erde macht.

Der Ort Nöpke ist laut Urkunden 850 Jahre alt. Das haben Vereine und Bewohner ausgiebig gefeiert.

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Auch wenn es für die Einwohner eine Riesenaufgabe war, das Jubiläum zu organisieren, haben die Nöpker diese Herausforderung gern angenommen. Ein Glanzlicht folgte dem nächsten: Gottesdienst auf dem Hof Meyerhoff, Grußworte von Landtagsmitglied Mustafa Erkan (kam als stellvertretender Bürgermeister), ein Plattdeutsch schnackender Ortsbürgermeister Günther Falldorf sowie Dorf-Aktivposten Heinz-Günther Jaster, der bei jeder zweiten Seite sagte: „Ach, das hat der Günther (Falldorf) ja schon erwähnt.“

Als Belohnung gab es fröhliche Gäste in großer Zahl und Sonnenschein satt. Lena und Maja bewunderten Schützenscheiben von 1891 und wurden vom Nabu zum Fledermauskastenbauen eingeladen. Auf der Kreativmeile gab es schön Gestaltetes zu entdecken, das von Corinna Dorfmüllers Gestecken über Corinna Sagrauskes Schneiderarbeiten bis zu Gerry Stratmanns Kerzen mit Nöpker Wappen reichte.

Zur Stärkung servierte Gerd Logé mit Stammtisch-Kameraden Würstchen und Erbsensuppe, es gab Wein bei den Landfrauen und Gyros bei den Schützenladys sowie einige Kaffeetafeln. Der Nachwuchs durfte baggern: in echt, mit Großgerät unter Anleitung von Philipp Scharnhorst. „Hey, das war was“, sagten Lara (4) und Frederic Rabe (6) begeistert.

Nach Anpacken und Feiern kommt Entspannen

Von den Mammutjägern der Eiszeit über die Holzgerichte des Mittelalters bis in die Gegenwart schlug Sigrid Meyerhoff in der gut besuchten Festscheune ihres Hofes einen Bogen durch die Nöpker Geschichte. Seit 1973 hat die Ortschaft ein eigenes Wappen und seit Sonntag außerdem ein neues Sitzmöbel, gestiftet von der Raiffeisen Volksbank Neustadt und mit dem Schriftzug „850 Jahre“ versehen.

„Jetzt werden die Nächte länger“, stellte Heinz-Günther Jaster den Mitstreitern nach Vorbereitung und Durchführung des Jubiläums einen entspannten Herbst in Aussicht. Marlies Mehwald (71) kennt schon ein Gutteil der Dorfgeschichte und ergänzte wohl wissend: „Erst packen wir kräftig mit an, dann wird schön gefeiert.“ Und das gilt in absehbarer Zeit auch für Imker Norbert Knop und Lebensgefährtin Marina Busse – mit 90 000 sprichwörtlich fleißigen „Mitarbeitern“ sind beide die größten Arbeitgeber im Dorf.

Von Patricia Chadde

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