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Vesbeck Perspektive Landwirtschaft

Es könnte für manchen eine Perspektive sein: Bei einem Besuch im Neustädter Land haben Flüchtlinge einen Eindruck in das Berufsfeld des Landwirtes bekommen - Fachkräfte werden in der Branche dringend benötigt.

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Uwe Weddige (von links), Fadel Merza Hussein und Kfiezghi Okubalidet füttern Erna.

Quelle: Gleue

Neustadt. Joseph Kudakwash kennt sich aus. „Zumindest ein bisschen“, wie er in perfektem Englisch sagt. In Simbabwe, seiner Heimat, hat er als Farmer gearbeitet, versorgte Tiere und baute Getreide an. „Hier ist aber alles etwas größer, sorgfältiger“, sagt er. Gemeinsam mit 20 anderen Flüchtlingen aus dem Irak, Mali, Eritrea und dem Sudan hat sich Kudakwash bei einem Besuch auf dem Hof von Stephan Holubarsch in Vesbeck über die Möglichkeiten informiert, in der deutschen Landwirtschaft zu arbeiten.

Viehhaltung, Kartoffelanbau und -lagerung, Nutzung der hofeigenen Biogas-Anlage - dies waren nur einige der Themen, die Holubarsch ansprach. „Ich mache das gern. Und wenn wir unter den Flüchtlingen auf Sicht neue Kollegen finden, profitieren wir alle davon“, sagt der Hofinhaber. Der Maschinenring Niedersachsen hat die Besichtigung angeboten, um Neuankömmlingen die grünen Berufe näherzubringen. „Wir wollen Menschen eine Perspektive aufzeigen und sie ausbilden“, sagt Geschäftsführer Uwe Weddige.

Zwar bringen viele Flüchtlinge, ähnlich wie Kudakwash, landwirtschaftliche Vorerfahrungen mit, diese sind mit deutschen Standards aber häufig kaum vergleichbar. Für eine dauerhafte Integration auf dem Arbeitsmarkt ist für Weddige daher eine dreijährige Ausbildung zum Landwirt unabdingbar. „Die Landwirtschaft braucht Fachkräfte, keine Saisonarbeiter“, betont er.

Die Sprache ist Voraussetzung

Ohne ausreichende Deutschkenntnisse haben Flüchtlinge keine Chance auf eine langfristige Beschäftigung, auch nicht in der Landwirtschaft. „Die Sprache ist Grundvoraussetzung, um einen Arbeitsplatz zu finden“, sagt Uwe Weddige, Geschäftsführer des niedersächsischen Maschinenrings. Informationen zum Thema Arbeit in der Landwirtschaft finden Flüchtlinge und potenzielle Arbeitgeber im Internet. Auf agrarjobboerse.de gibt es alles Wichtige über gesetzliche Voraussetzungen, Arbeits- und Duldungserlaubnis, Meldepflichten und Ausbildungsmöglichkeiten.

Von Benjamin Gleue

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