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Pflastersanierung: Politik lenkt ein

Neustadt Pflastersanierung: Politik lenkt ein

In dem Scharmützel um die geplante Sanierung der Fußgängerzone Wallstraße hat die Politik eingelenkt: Statt mit Gewalt noch in diesem Jahr sollen die Pflasterarbeiten nun doch erst im März beginnen.

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Der Abschnitt der Wallstraße, der zur Fußgängerzone gehört, soll neu gepflastert werden.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt.  In einem kleinen Machtkampf mit der Stadtverwaltung hat die Neustädter Politik eingelenkt: Die Pflastersanierung auf dem Abschnitt der Wallstraße, der noch zur Fußgängerzone gehört, darf auf das nächste Jahr verschoben werden. Die Ausschreibung ist bereits erfolgt. Wenn kein Frost dazwischen kommt, sollen die Arbeiten im März beginnen, wie Stadtsprecher Benjamin Gleue berichtet.

Noch Ende August hatte der Verwaltungsausschuss verfügt, die Arbeiten noch in diesem Jahr zu beginnen – gegen die Empfehlungen der Verwaltung.  diese hatte darauf verwiesen, dass nicht genügend Geld im entsprechenden Haushalt zur Verfügung stehe. Doch die Politik bestand zunächst darauf: Die Sanierung sei bereits im vergangenen Jahr beschlossen worden, man müsse sie nun zügig umsetzen,  hieß es. Erst der Hinweis, dann würden die Arbeiten über die Weihnachtszeit hinweg dauern, bewegte die Volksvertreter zum Umdenken.

Das Pflaster ist brüchig und zerfahren, zum Teil schon geflickt. Es soll auch der Gestaltung den bisher erneuerten Flächen entlang der Marktstraße angepasst werden. Seit 2010 lässt die Stadt den Belag Stück für Stück erneuern. Bei der Planung für den Wallstraßen-Abschnitt gab es auch einen Ortstermin, während dessen Ortsrat und Geschäftsleute Veränderungen vorschlugen.

Darunter war auch die Idee, die Bäume dort entfernen und an anderer Stelle wieder einpflanzen zu lassen. Doch dieser Wunsch kam schon im Ortsrat nicht an. Die Stadtverwaltung verwies nun noch einmal darauf, das die sechs Bäume auf der kurzen Strecke zwar schmal, aber allesamt vital seien, außerdem inzwischen auch recht hoch gewachsen. Sie zu verpflanzen, brauche beträchtlichen Aufwand an Zeit, Geld und fachliches Können.  Überdies habe sich schon beim Versuch für ein „100-Bäume-Programm“ der Stadt gezeigt, dass geeignete Pflanzstellen für größere Bäume in der Kernstadt kaum noch zu finden sind. Immerhin: Ein Schaukeltier am Wegesrand soll entfernt und ersetzt werden. Auch für den Fußgängerbereich am Rundeel gibt es Sanierungspläne. sie würden voraussichtlich dann 2019 umgesetzt, sagt Stadtsprecher Gleue. 

In der Diskussion um die Sanierung hatte die Stadtverwaltung auch auf insgesamt unzureichende Haushaltsansätze für die Unterhaltung des städtischen Straßennetzes verwiesen. 1000 Straßen mit 1,3 Millionen Quadratmetern Gesamtfläche hat die Stadt in ihrer Regie – im laufenden Jahr standen dafür nur 620.000 Euro zur Verfügung. das sei viel zu wenig, hieß es, die Region kalkuliere mit dreimal so viel Geld pro Quadratmeter.  Für den nächsten Haushalt werde die Verwaltung 763.000 Euro vorschlagen, sagt Gleue. Auch der Ansatz für 2017 sei höher gewesen, doch ein Teil fiel einer allgemeinen Kürzung zum Opfer, die die Ratsmehrheit aus SPD und CDU verordnet hatte, der so genannten „globalen Minderausgabe“. 

Von Kathrin Götze

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