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Planung für Brücke irritiert

Poggenhagen Planung für Brücke irritiert

Die Planung ist ausgeschrieben, wird in wenigen Tagen vergeben – spätestens 2022 soll der Bau einer Brücke über das Gleis in Poggenhagen beginnen, 2025 fertig sein. Das Thema beschäftigt viele Bewohner, das Bauwerk wird das Dorf grundlegend verändern.

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Voller Zuschauerraum bei der Ortsratssitzung zum Thema Brückenbau in Poggenhagen.x

Quelle: Kathrin Götze

Poggenhagen. In der Ortsratssitzung am Mittwochabend erläuterte Conrad Vinken vom Fachbereich Verkehr der Region vor fast 100 Zuhörern, wie es nun Schritt für Schritt weitergeht.

Eingehende Prüfung und Wahl der künftigen Trassenvariante werde wohl den größten Teil des nächsten Jahres in Anspruch nehmen. „Wir müssen ergebnisoffen an die Planung herabgehen“, sagte Vinken – eine irritierende Aussage für seine Zuhörer, denn Ortsrat und Rat haben sich klar für eine Trassenführung ausgesprochen, die von der Fliegerstraße aus in einem Bogen durch den Wald und dann über freies Feld zur Wunstorfer Straße schwenkt.

Vinken zufolge wird aber auch die sogenannte Variante Mitte mit einer kürzeren Brücke nahe der ehemaligen Firma Rigips in die Betrachtung einbezogen, außerdem eine alte Planung aus den Neunzigerjahren, die ein Trogbauwerk nahe dem Bahnhof vorsah und als längst überholt gilt. „Wir gehen grundsätzlich ergebnisoffen heran, sonst entgehen uns zu viele Fragen“, sagte Vinken.

Erst im nächsten Jahr werde die Trasse letztlich festgelegt. Am Bahnhof werde es zusätzlich eine Querung für Radfahrer und Fußgänger geben, fuhr Vinken fort. Auch dabei sei noch nicht geklärt, ob es eine Brücke oder ein Tunnel wird. Den meisten der Anwesenden wäre ein Tunnel lieber.

All das mochte der ehemalige Ortsbürgermeister Klaus Hendrian so nicht stehen lassen: Es habe gute Gründe gegeben, die anderen Varianten auszuschließen, das werde sich in der Planung schnell zeigen, sagte er. Gegen die Variante Mitte spreche, dass dort sowohl eine alte Müllkippe liegt, als auch die Fischzucht. Deren Inhaber Steffen Göckemeyer appellierte an die Planer, rasch Klarheit zu schaffen, da er für bevorstehende Investitionen Planungssicherheit brauche.

In der regen Diskussion kam noch der Wunsch nach zusätzlichen Parkplätzen auf der Ostseite des Gleises zur Sprache. Mancher hält auch die ganze Planung für verfehlt: „Was hilft uns die Brücke, wenn wir gleich in Neustadt wieder im Stau stehen?“, fragte ein Zuhörer, forderte stattdessen eine Straße westlich der Gleise, wie sie jahrzehntelang im Gespräch war, ohne dass sich Geld dafür fand.

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Klaus Hendrian ergreift das wort nach dem Vortrag von Conrad Vinken (rechts).

Quelle: Kathrin Götze
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