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Poggenhagen ist kleiner als mancher denkt

Neustadt Poggenhagen ist kleiner als mancher denkt

Schrottplatz und Obdachlosenwohnheim werden oft zu Poggenhagen gezählt. Doch nördlich des Fritz-Blume-Wegs beginnt Neustädter Gebiet. Das bekommt jetzt auch ein Kommunalpolitiker zu spüren.

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Sie nehmen es mit Humor: Steffen Ruschmeyer, Klaus Hendrian und Ragna Hasselbring posieren mit Schild an der Ortsgrenze am Fasanenweg.

Quelle: Kathrin Götze

Poggenhagen. Steffen Ruschmeyer wohnt seit einiger Zeit im neu gebauten Eigenheim am Fasanenweg. Nun würde sich der 36-jährige Bauingenieur gern kommunalpolitisch engagieren, meldete sich bei der örtlichen SPD. Auch den Sozialdemokraten kam der junge engagierte Mann zupass, suchten sie doch gerade nach einem Kandidaten, um ihn als Nachfolger für den scheidenden Ortsbürgermeister Klaus Hendrian aufzubauen.

Doch die Ortsgrenze kam dazwischen. Denn das Neubaugebiet am Fasanenweg liegt in den Neustädter Gemarkung. Für den Ortsrat darf Ruschmeyer nicht kandidieren, auch wenn er sich wie die meisten seiner Nachbarn, in Richtung Poggenhagen orientiert. Da kann der Neustädter Wahlleiter keine Ausnahme machen. "Es gibt höchstens die Möglichkeit, am Ort des Zweitwohnsitzes zu wählen und sich wählen zu lassen", sagt auch Björn Schwiegmann von der Landeswahlleitung. Allerdings liege die Entscheidung bei der Wahlleitung in der Kommune.

Auch aus Sicht der Stadt ist die Regelung eindeutig. "Man könnte höchstens darüber nachdenken, die Ortsgrenze dort neu zu ziehen - aber vor der Wahl wird das nichts mehr", sagt Stadtsprecherin Nadine Schley. Überdies könnte es Gegenstimmen geben: "Mein Mann Heiko ist froh, dass wir zu Neustadt gehören, da kann er auch beim Schützenfest dort mitschießen", sagt Ruschmeyers Nachbarin Ragna Hasselbring lachend. Ruschmeyer trägt es mit Fassung, will nun für den Rat der Stadt kandidieren - der Wahlbezirk dafür umfasst die Kernstadt, Bordenau und Poggenhagen.

Derartige Zweifelsfälle gibt es im Neustädter Land nur in Poggenhagen. Die einzige Grenze, die sonst ebenfalls im bebauten Gebiet verläuft, ist die zwischen Amedorf und Mandelsloh. Doch diese Dörfer gehören beide zum Wahlbezirk des Ortsrats Mandelsloh.

Von Kathrin Götze

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