Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Radfahrer rücken in den Fokus der Polizei

Neustadt Radfahrer rücken in den Fokus der Polizei

Die Polizei sorgt sich um die schwächsten Verkehrsteilnehmer: Bei Unfällen im Neustädter Land sind im vergangenen Jahr neun Radfahrer schwer verletzt worden. Aber auch Fußgänger rückten vermehrt in den Fokus der Beamten – 2015 waren 22 Fußgänger in Unfälle verwickelt, zuvor waren es nie mehr als 15.

Voriger Artikel
Schneerens Nachwuchs drängt in die Verantwortung
Nächster Artikel
CDU will den Farbwechsel im Ortsrat

Gerd Klingenberg (links) und Rolf Wenda werten die Unfallstatistik des vergangenen Jahres aus.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Eine Zahl aus der Statistik ist aus Sicht der Neustädter Beamten aber besonders alarmierend: jeder zweite schwerverletzte Verkehrsteilnehmer war ein Fahrradfahrer. Das größte Problem ist, dass die entsprechenden Unfälle zu fast 80 Prozent von ihnen selbst verursacht wurden, weil sie zum Beispiel auf der falschen Straßenseite gefahren sind.
Gerd Klingenberg, Leiter des Neustädter Kommissariats, nimmt die Radfahrer daher in die Pflicht. "Wir können nur gebetsmühlenartig appellieren, immer einen Helm zu tragen und sich an die Verkehrsregeln zu halten", sagt er. Klingenberg hat gestern angekündigt, das Verhalten von Radfahrern in diesem Jahr deutlich stärker zu kontrollieren.
Einer anderen Gruppe will die Polizei derweil den Kampf ansagen. Da immer mehr Menschen Fahrerflucht begehen, hoffen die Beamten vermehrt auf Unterstützung aus der Bevölkerung. "Wir sind auf Hinweise angewiesen. Wer etwas beobachtet, sollte immer die Polizei rufen", sagt Rolf Wenda, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. 2015 ermittelte die Polizei in 219 Fällen (2014 waren es 176), nur jede zweite Tat wurde aufgeklärt.
Ganz traurig: Bei den insgesamt 978 Unfällen im Neustädter Land starben drei Menschen.

B6-Auffahrt bereitet Sorgen

Unfallschwerpunkt ist nach wie vor die Auffahrt zur Bundesstraße 6 an der Mecklenhorster Straße – hier zählten die Beamten im vergangenen Jahr sechs Auffahrunfälle. „Viele Autofahrer schauen schon sehr früh nach links, um zu prüfen, ob die Fahrbahn frei ist. Dann übersehen sie, dass das Fahrzeug vor ihnen bremst“, sagt Rolf Wenda, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Neustädter Kommissariat. Ebenfalls häufig knallt es an der Wunstorfer (30 Fälle) und der Nienburger Straße (20). Zu Blechschäden beim Parken kommt es häufig auf den Parkplätzen im Gewerbegebiet Ost (20).

Von Benjamin Gleue

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smo9uczgeq1d1lgberr
Landesverteidigung steht im Mittelpunkt

Fotostrecke Neustadt: Landesverteidigung steht im Mittelpunkt