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Anschlag auf Döner-Imbiss bleibt rätselhaft

Neustadt Anschlag auf Döner-Imbiss bleibt rätselhaft

Nach dem Brandanschlag auf ein Döner-Restaurant in der Innenstadt von Neustadt ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Bisher gebe es keine Hinweise dafür, dass die Tat politisch motiviert sein könnte, sagt Polizeisprecher André Puiu.

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Der Brand im Döner-Restaurant Duhok ist noch nicht aufgeklärt.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Nach Auskunft der für die Ermittlungen zuständigen Polizeidirektion Hannover kommen bisher eine Vielzahl möglicher Täter in Frage. Die Bandbreite reiche von neidischen Konkurrenten über Einbrecher, die durch das Feuer ihre Spuren verwischen wollten, bis hin zu rassistischen Extremisten.

Es gebe bisher aber keine Anhaltspunkte auf rechtsradikale Täter, sagt Puiu. Zwar stehen die Ermittler im Austausch mit dem Staatsschutz. Dieser ist zuständig für fremdenfeindliche Straftaten. Der Staatsschutz hat aber noch keine eigenen Ermittlungen aufgenommen.

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Fotostrecke Neustadt: Brandsatz explodiert in Döner-Imbiss

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Am Montagmorgen gegen 3.45 Uhr  hatte eine Explosion in dem Döner-Restaurant die Straße Wallgraben erschüttert. Verletzt wurde niemand. In der Stadt schießen seither Spekulationen über mögliche Hintergründe ins Kraut. Fest steht nur: Der Betreiber, ein Neustädter mit irakisch-kurdischen Wurzeln, hat nach eigenen Angaben vorab keine Drohungen erhalten. "Ich frage mich, wer so was macht. Ich habe doch mit niemandem Ärger", sagte er am Montag. Er hat den Betrieb vor vier Monaten eröffnet, zuvor hatte er den Laden komplett renoviert.

Unabhängig von den laufenden Ermittlungen gibt es im Neustädter Land bisher keine Probleme mit Rechtsradikalen. "In Neustadt gibt es keine organisierte Szene", sagt Jürgen Winkler, erfahrener Kriminalhauptkommissar im hiesigen Kommissariat.

Auch, dass die Tat mit einer Fehde zweier verfeindeter, polizeibekannter Familien zusammenhängt, scheint nach Ansicht des Neustädter Beamten eher ausgeschlossen. Im vergangenen August kam es zwar vor dem Restaurant zu einer Massenschlägerei zwischen den Familien südosteuropäischer Herkunft. Der jetzige Inhaber habe verwandtschaftlich mit diesen aber nichts zu tun. Zudem hat er den Imbiss damals noch gar nicht geführt.

Von Benjamin Gleue

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