Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Probleme in den Flüchtlingsunterkünften

Neustadt Probleme in den Flüchtlingsunterkünften

Es gibt Spannungen in den Sammelunterkünften für Flüchtlinge in der Turnhalle im Süd-Westen der Kernstadt und in der Goetheschule im Nord-Osten. Die Stadt will daher zusätzliche Sozialarbeiter einstellen.

Voriger Artikel
Ein Start, so schillernd wie das Programm
Nächster Artikel
Ein folgenreicher Ostertanz
Quelle: Susanne Doepke

Neustadt. „Das Problem ist die Langeweile.“ Stadtsprecher Uwe Kreuzer hatte am Freitag die Aufgabe zu erklären, warum vor allem einige Bewohner der Turnhalle an der Hans-Böckler-Straße in den vergangenen Tagen wohl wiederholt vom Wachdienst ermahnt werden mussten. Kreuzer: „Das sind junge Männer, die auf engem Raum nebeneinander leben.“ Dabei ergäben sich Probleme „wie auch in mancher Jugendherberge“. 40 Flüchtlinge leben in der Halle, allesamt alleinstehende Männer. In der Halle gilt Rauchverbot, doch nicht jeder hält sich daran. Vor allem, wenn – was nicht untersagt ist – Alkohol im Spiel ist. Dann werde es laut in der Halle, und dann leide die Rücksicht auf die Mitbewohner, erklärt Kreuzer. Es werde „auch mal Fußball gespielt“, was zwischen den Schlafstätten anderer Flüchtlinge nicht gern gesehen wird. So komme es zum Streit unter den Männern.

Zwei Sammelunterkünfte hat die Stadt: neben der Turnhalle im Süd-Westen der Kernstadt noch die Goetheschule im Nord-Osten. Dort gibt es weniger Schwierigkeiten, denn dort leben die Flüchtlinge in kleineren, abschließbaren Räumen mit jeweils maximal acht Leuten. Und dort gibt es erste Angebote für Gemeinschaftssport. Die Stadt hofft auf weitere – um der Langeweile entgegenzuwirken. Der Sportring will Angebote schaffen. Zudem stockt die Kommune ihr Betreuungspersonal in den Unterkünften auf. Bisher gilt, dass generell mindestens ein Mitarbeiter vor Ort zu erreichen ist – Sozialarbeiter, Hausmeister oder Wachdienst. Künftig soll die Anwesenheit von Sozialarbeitern ausgeweitet werden. Die Stadt will darum mindestens zwei Stellen besetzen.

Von Dirk von Werder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Flüchtlingskrise
Foto: Flüchtlinge in einem Camp an der slowenisch-österreichischen Grenze.

Zu Tausenden sind die Flüchtlinge über die Balkanroute unterwegs nach Westeuropa. Die bedrängten Staaten blicken auf ein Krisentreffen in Brüssel. Gelingt es, die misstrauischen Nachbarn zu einem besseren Miteinander zu bewegen?

mehr
Mehr aus Nachrichten
doc6smo9uczgeq1d1lgberr
Landesverteidigung steht im Mittelpunkt

Fotostrecke Neustadt: Landesverteidigung steht im Mittelpunkt