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Rathausplan nimmt Formen an

Neustadt Rathausplan nimmt Formen an

Kaufhaus, Rathaus oder beides in Kombination? Pläne für das frühere Kaufhaus Hibbe gibt es viele. Wohl nur als Zwischenlösung wird Billigkaufhausriese Woolworth in das leer stehende Gebäude einziehen - dann wird umgebaut.

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Für das einstige Kaufhaus Hibbe wird eine Nachnutzung gesucht.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Grundstück und Gebäude sind Teil der insolventen Kaufhaus Hibbe GmbH & Co. KG. Insolvenzverwalter Christian Hausherr nennt Verhandlungen mit einem Interessenten für die Immobilie „sehr weit fortgeschritten“. Der Rechtsanwalt ist zuversichtlich, dass die Liegenschaft schon bald verkauft sein wird.

Um einen längeren Leerstand zu vermeiden, wurde nun ein auf ein halbes Jahr befristeter Vertrag mit Woolworth geschlossen. „Es handelt sich um eine Zwischenlösung, die für alle Beteiligten sinnvoll ist“, sagt Hausherr. So sei die Vermietung auch mit dem möglichen Kaufinteressenten abgesprochen. Sollte dieser die Liegenschaft tatsächlich erwerben, sei ein längerfristiges Engagement des Billigkaufhauses unwahrscheinlich. „Der Interessent hat eigene Pläne und wird nicht dauerhaft an einer Vermietung an Woolworth interessiert sein“, sagt Hausherr.

Damit scheint klar: Pläne für eine mittelfristige Umgestaltung des Gebäudes - von einem Neustädter Bauentwickler vor drei Wochen Ratsvertretern vorgestellt - sind aktueller denn je. Demnach würde das Hibbe-Gelände in die städtischen Rathausplanungen einbezogen. An der Stelle des Kaufhauses würde ein Gebäudekomplex entstehen, in dessen Erdgeschoss Einzelhandel und in dessen Stockwerken Büros der Verwaltung untergebracht werden. Ein weiteres Verwaltungsgebäude würde auf Flächen zwischen Marktstraße und Herzog-Erich-Allee entstehen, die seit Jahrzehnten als „Marktstraße Süd“ einer städtebaulich sinnvollen Nutzung harren. Zwischen beiden Gebäuden entstünden Parkplätze.

Neustadts Planungschef Jörg Windmann kündigte am Montag an, in der nächsten Woche werde die Verwaltung detaillierte Überlegungen zum Rathaus vorstellen. Erste Reaktionen auf die Entwicklung sind positiv: Die Sprecher der großen Ratsfraktionen treten für die Kombilösung Rathaus/Einzelhandel ein. Eine Zwischenlösung störe nicht, sind sich Klaus-Peter Sommer (SPD) und Werner Rump (CDU) einig.

Die Woolworth-Nutzung trifft übrigens auch die Zustimmung eines führenden Neustädter Kaufmanns: „Das Sortiment bietet das, was uns in der Innenstadt durch die Hibbe-Insolvenz verloren gegangen ist“, sagt Modefachhändler Jens Ohlau-von der Heide.

Benjamin Gleue

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