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Parteien wollen die AfD "entzaubern"

Neustadt Parteien wollen die AfD "entzaubern"

Der frisch gegründete Stadtverband der Alternative für Deutschland (AfD) ist nach einhelliger Meinung der politisch etablierten Parteien keine politische Alternative für Neustadt. Der Tenor lautet: Politische Auseinandersetzung ja, Zusammenarbeit nein.

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Die AfD hat in Neustadt einen Stadtverband gegründet und wird bei der Kommunalwahl auf dem Stimmzettel zu finden sein.

Quelle: Symbolbild

Neustadt. Björn Niemeyer, Stadtverbandschef der CDU, warnt: "Das Falscheste wäre, die AfD zu ignorieren." Die Christdemokraten wollen der Alternative um deren Vorsitzenden Raimar Riedemann entschieden entgegentreten – und zwar in der politischen Diskussion.

Eine mögliche Zusammenarbeit schließt die CDU, wie auch alle anderen in Neustadt vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften, aus. "Wir wollen eine stabile und zielorientierte Politik für Neustadt betreiben. Das ist mit Raimer Riedemann und der AfD nicht möglich", sagt Niemeyer.

Neustadts SPD-Chef Mustafa Erkan sieht es ähnlich: "Die AfD ist eine rückwärtsgewandte und fortschrittsfeindliche Gruppierung. Die Ansichten der Partei zu ausländischen Mitbürgern, Familie und Frauen sind von gestern. Deshalb werden wir sie inhaltlich entzaubern", sagt er.

Auf die politische Auseinandersetzung freut sich auch die FDP. "Wir stehen für Freiheit und Weltoffenheit. Ich freue mich schon darauf, das verachtende Weltbild der AfD zu zerlegen. Das sind keine Freunde der Freiheit", sagt Stadtverbandschef Arne Wotrubez.

Ute Lamla, die Sprecherin des Ortsvereins der Grünen, fürchtet derweil sogar einen Imageverlust für Neustadt. "Der Populismus der AfD schadet dem Ansehen der Stadt und bringt die politische Arbeit nicht voran", sagt sie. Lamla befürchtet, dass sich die hiesige Kommunalpolitik künftig "vermehrt mit fragwürdigen AfD-Themen herum ärgern muss, statt die für Neustadt wirklich wichtigen Projekte voranzutreiben zu können".

Klare Kante zeigt auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG). "Wir wollen mit Riedemann und der AfD nichts zu tun haben", sagt der Vorsitzende Günter Hahn. "Ich hoffe, dass die Neustädter bei der Kommunalwahl ein klares Zeichen setzen und die AfD nicht wählen."

Von Benjamin Gleue

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