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Rektor Rinne geht mit Rekord

Neustadt Rektor Rinne geht mit Rekord

Vor 50 Jahren wurde das Gymnasium Neustadt gegründet - über die Hälfte dieser Zeit hieß der Schulleiter Willi Rinne. Seit 1990 hat der Mathelehrer die Schule geleitet, mit seinem Namen weit über 2000 Abi-Zeugnisse signiert, am Dienstag geht er in den Ruhestand.

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Willi Rinne mit Anzug und Krawatte. Ein eher seltener Anblick, hier an einer „Ahnentafel“ Neustädter Gymnasiallehrer, aufgenommen zum 20. Dienstjubiläum des Schulleiters.

Quelle: Oheim

Neustadt. Zeit für einen Namenswechsel? Aus „Petersburg“ (nach dem ersten Rektor, Joachim Peters) vielleicht „Bildungsstätte Rinne“? „Auf keinen Fall“, sagt der scheidende Chef, der im Mai 65 Jahre alt wird. „Keinen Kult, keinen Klamauk“ - auch nicht zum letzten Dienst-Tag am Dienstag.

Seit 1990 hat der Mathelehrer die Schule geleitet, mit seinem Namen weit über 2000 Abi-Zeugnisse signiert, hat eine technische Revolution im Ranzen der Schüler miterlebt: „Als ich anfing, gab es erste Taschenrechner, nicht programmierbar.“ Selbstverständlich, sagt er, werde heute im Matheunterricht mit modernen Rechnern gearbeitet - „aber ich erwarte von jedem, dass er die Größenordnung kennt“. Heißt: Ein genaues Ergebnis, das der Rechner ausspuckt, muss der Schüler vorab „im Überschlag“ angeben können.

Rinne geht und ist zufrieden mit dem, was er erreicht hat. Alle Schulelternräte seiner Zeit als Direktor kämen zur Abschiedsfeier - „das spricht doch für ein gutes Verhältnis“. Auch dieses: „Das Gymnasium hat einen außerordentlich guten Ruf bei jungen Lehrkräften.“ Die kämen gern nach Neustadt, „fachspezifisch sind wir daher eigentlich immer gut aufgestellt“.

Das liegt ein wenig sicherlich auch an Rinnes „Nebentätigkeit“: Landesregierungen, gleich welcher Zusammensetzung, haben sich gern seiner Unterstützung bedient, vor allem in Zeiten von Schulreformen. Nicht alles ist so ganz zu seiner Zufriedenheit gelaufen. „G 8 oder G 9“, die Frage, ob Schüler in Niedersachsen ihr Abitur nach acht oder neun Jahren an einer gymnasialen Oberstufe machen sollen, würde Schulleiter Rinne „im Sinne der Schüler optional regeln“; es sollte G-8- und G-9-Schulen geben. „Das ist aber leider pures Wunschdenken“, sagt er, aber „machbar wär’s auf alle Fälle“. Hat der Mathelehrer Rinne durchgerechnet.

Zur Person: Willi Rinne

Willi Rinne und Ehefrau Cathrin haben vier Töchter (die jüngste ist 22 Jahre alt) und leben, seit es den in Hannover geborenen Pädagogen 1990 nach Neustadt verschlagen hat, in Eilvese. Von hier aus ist Rinne, wann immer es ging, mit dem Fahrrad zum Dienst gefahren, in Eilvese ist er populär, stand lange an der Spitze des Sportvereins STK. In Eilvese will er bleiben. „Ziele nehme ich mir keine. Aber Arbeitsaufträge gibt es schon genug.“ Da sorge die Familie für.

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