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Losentscheid: Osigus kandidiert für die SPD

Neustadt Losentscheid: Osigus kandidiert für die SPD

Dramatischer Abend bei der SPD: Per Losentscheid wurde Wiebke Osigus Landtagskandidatin der Genossen für Neustadt und Wunstorf.

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Wiebke Osigus

Quelle: von Werder

Neustadt. Das war an Spannung nicht zu überbieten: Bei der Wahlkreiskonferenz Mittwochabend im Schützenhaus Neustadt hatten je 20 Delegierte aus Neustadt und Wunstorf über den Direktkandidaten für den Wahlkreis zu entscheiden. Der SPD-Ortsverein Neustadt hatte sich im Vorfeld für Erkan ausgesprochen, den amtierenden Landtagsabgeordneten und SPD-Ortsvereinschef. Die Wunstorfer Genossen hatten dagegen auf Wechsel gesetzt und im Ortsverein mehrheitlich für Osigus, die Newcomerin, gestimmt. Beide Ortsvereine sendeten laut Parteisatzung jeweils 20 Delegierte zur Wahlkreiskonferenz. Offiziell sind diese allerdings nicht an das Votum ihres Ortsvereins gebunden. Das hieß: Erkan, Neustadt, gegen Osigus, auch Neustadt. Die Rechtsanwältin aus Niedernstöcken, erst vor Jahresfrist in die Kommunalpolitik eingestiegen, war die erklärte Favoritin der Erkan-Kritiker in der SPD Neustadt, die nahezu die Hälfte der Abteilungen hinter sich gebracht haben.

Es wurde geheim gewählt. Wahlgang eins: 20 Stimmen Erkan, 20 Stimmen Osigus. Zweiter Durchgang: 20 Stimmen Erkan, 20 Osigus. Als auch die dritte Abstimmung so endete, stand fest: Das Los musste entscheiden. Und es fiel auf die Newcomerin aus Neustadts Norden. Um 21.30 Uhr stand fest: Die Überraschungsbewerberin hat Erkan aus dem Feld geschlagen; sie tritt bei der Wahl am 14. Januar gegen den CDU-Abgeordneten und Wahlkreiskandidaten Sebastian Lechner an. Ihre Anhänger jubelten. Die Erkan-Fraktion sah es in weitgehender Fassungslosigkeit. Führende ihrer Vertreter, wie Ortsvereinsvize Harald Baumann oder Ex-Ratsfrau Heidi Sommer gratulierten, kündigten an, jetzt gemeinsam auf einen Wahlsieg hinarbeiten zu wollen. Erkan, der seit 2012 eine beispielhafte Karriere in der SPD Neustadt hingelegt hatte, trug die Niederlage in einer ersten Stellungnahme mit Fassung: "So ist Demokratie." Zur Konferenz hatte er sich prominente Unterstützung nach Neustadt eingeladen - Doris Schröder-Köpf, Landtagsabgeordnete und Ex-Ehefrau von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

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Von Redakteur Dirk von Werder

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