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Erkan zieht seine Linie durch

Neustadt Erkan zieht seine Linie durch

Die Listen stehen: 33 Neustädter bewerben sich für die SPD um einen Sitz im nächsten Rat der Stadt. Die offizielle Nominierung verlief angesichts der Spannungen im Vorfeld erstaunlich unspektakulär.

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Mustafa Erkan (mitte) mit Schriftführerin Angelika Fischer und Vize Harald Baumann

Quelle: von Werder

Neustadt. Mustafa Erkan hatte die Lage im Griff. Über 80 Genossen waren Dienstagabend ins Schützenhaus Neustadt gekommen - die weitaus meisten, um ihren Ortsvereinschef zu unterstützen. Der hatte Tage zuvor Prügel aus den beiden Abteilungen im Süden der Kernstadt bezogen. Poggenhagen und Bordenau waren - und sind - mit der Platzierung ihrer Kandidaten auf dem gemeinsamen Wahlvorschlag mit der Kernstadt nicht zufrieden. Erst auf Platz fünf findet sich mit Bordenaus Ortsbürgermeister Harry Piehl der erste Bewerber aus dem Süden. "Arrogant und frech" sei der Ortsvereinsvorstand bei der Vorbereitung der Listen mit den beiden Abteilungen im Süden umgesprungen, sagte Ratsfrau Sieglinde Ritgen, die so etwas "in 30 Jahren im Rat" nicht erlebt habe.

Doch die Vertreter der beiden Abteilungen standen weitgehend allein auf weiter Flur - kassierten bei der Abstimmung über die einzelnen Bewerber den ein oder anderen deutlichen Dämpfer. Erkan hatte mit einem einzigen Satz die Bedeutung der Listenplätze relativiert: "Harry Piehl ist vor fünf Jahren auf Platz neun gewählt worden. Warum sollte ihm dieses Mal nicht auf Platz fünf wieder gelingen?"

Der 31-jährige Ortsvereinschef zeigte sich souverän, übersteuerte lediglich, als er zweimal zynisch kritische Anmerkungen der Bordenauer mit "herzlichen Glückwunsch; Danke" abfertigte. Die Unterstützung der großen Mehrheit der Abteilungen hatte er - auch beim Thema Finanzen. Bei drei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen stimmten die Genossen einer Umlage in Höhe von 20 Prozent des Kassenvermögens der einzelnen Abteilungen zu. Wobei ein Altmeister die Kompromisslinie vorgab. Bodo Messerschmidt, Mandelsloh, formulierte: "Wir legen die 20 Prozent fest; aber nur für die Kommunalwahl 2016. Anschließend müssen wir über die Finanzierung des Ortsvereins neu nachdenken." Die Gegenstimmen stammten auch aus dem Süden. Poggenhagen, mehr noch Bordenau, verfügen über ein deutlich höheres Vermögen als andere Abteilungen.

Die Kandidaten in der Reihenfolge im Wahlbereich 1 (Neustadt, Poggenhagen, Bordenau):

Mustafa Erkan
Lea-Mara Sommer
Harald Baumann
Magdalena Rozanska
Harry Piehl
Hans-Günther Jabusch
Matthias Rabe
Gisela Brückner
Dennis Tokay
Karin Bach
Andrea Czernitzki
Dennis Hohmann
Steffen Ruschmeyer
Falk Feierabend
Heidi Sommer
Philipp Schröder

und die im Wahlbereich 2, der übrigen ländlichen Stadtteile:

Christina Schlicker
Ferdinand Lühring
Andreas Schaumann
Heike Stünkel-Rabe
Heinz-Günther Jaster
Josef Ehlert
Felix Meyer
Wolfgang Peters
Helmut Öhlerking
Heinrich Clausing
Stephan Aust
Sabine Langer
Peter Engelke
Clemens Scharnhorst
Dagmar Niklaus
Arndt Linnemann
Jochen Marten

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Vertreter der Abteilungen Bordenau und Poggenhagen konnten sich mit ihren Forderungen nicht durchsetzen.

Quelle: von Werder

Von Dirk von Werder

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