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SPD will mehr Anerkennung für Krankenpfleger

Neustadt SPD will mehr Anerkennung für Krankenpfleger

Großes Thema im Wahlkampf: Gesundheit. Der Sozialausschuss der Regions-SPD hat dem Neustädter Krankenhaus gemeinsam mit Regionspräsident Hauke Jagau und der Landtagskandidatin Wiebke Osigus einen Besuch abgestattet und sich mit Betriebsrat und Geschäftsleitung über die Situation ausgetauscht.

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Besuchten das Krankenhaus Neustadt: Cornelia Busch, Karsten Vogel, Wiebke Osigus, Christina Schlicker, Elke Zach und Horst Knore von der SPD. 

Quelle: Leonie Frank

Neustadt. Das Klinikum Neustadt, Teil des Klinikum Region Hannover (KRH) erntete erst im Frühjahr in einer Diskussionsveranstaltung Kritik für Speisen, Hygiene, Behandlung von Patienten - und versprach Besserung auf allen Ebenen. Die Sozialdemokraten unterhielten sich mit Hebammen, Pflegern und Chefärzten, und sahen sich sich das gesamte Krankenhaus genauer an, um die Situation bewerten zu können. "Vor allem das Pflegepersonal leistet Unglaubliches", sagt Osigus. Der Personalmangel sei allgegenwärtig im KRH. Langfristig müsse man mehr Pfleger einstellen und die Arbeitsbedingungen verbessern. Allerdings: auch wenn das Geld da ist, auf dem Markt gibt es kaum verfügbare Pflegekräfte. "Deshalb müssen wir landespolitisch ansetzten", sagt Christina Schlicker, Ortsbürgermeisterin von Eilvese und Regionsabgeordnete, "um den Beruf attraktiver zu machen und den Krankenpflegern mehr Anerkennung zu geben." 

Die SPD stellte der Geschäftsleitung außerdem weitere Optimierungsansätze vor - unter anderem sprechen sich Jagau und Osigus für die Aufhebung der strikten Grenze zwischen ambulanter Behandlung und stationärer Aufnahme bei der Abrechnung aus. Osigus: "Das ist ein Schritt, der schon lange überfällig scheint, wenn man die Umstände hier betrachtet." Bei etwa 22.000 ambulanten Patienten jährlich nehme das KRH nicht einmal die Hälfte stationär auf. Während die Krankenkassen bei Behandlung auf Station eine gerechtfertigte Summe zahlen, sehen diese für die Ambulanz lediglich eine oftmals zu niedrige Pauschale vor.

Die SPD-Sozialpolitiker zeigten sich aber insgesamt optimistisch: Es gebe zwar viel zu tun, aber das Krankenhaus sei ein wichtiger Standort, den es zu halten gelte. Die neue Notaufnahme habe sich sehr gut etabliert, der familiäre Charakter tue Patienten gut, auch die Mitarbeiter wären trotz der Belastung zufrieden mit ihrem Arbeitsumfeld. 

Von Leonie Frank

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