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SPD will im Wahlkampf nach Bürgerwünschen fragen

Neustadt SPD will im Wahlkampf nach Bürgerwünschen fragen

Neustadts SPD hat bei der Kommunalwahl im September viel zu verlieren – mehr als jemals zuvor. Parteichef Mustafa Erkan will entsprechend offensiv zu Werke gehen. Er plant ein "Bürgerwahlprogramm" - das allerdings müsse realistisch sein.

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Wahlkampf kann er: Mustafa Erkan.

Quelle: Dirk von werder

Neustadt. Stärkste Kraft im Rat der Stadt, stärkste Kraft in den Ortsräten: Die Wahl 2011 lieferte für Neustadts Sozialdemokratie ein Traumergebnis. In zehn von 13 Ortsräten stellen die Genossen seither den Ortsbürgermeister. „Das zu verteidigen ist ein ehrgeiziges Unterfangen“, sagt Erkan.

Der 31-jährige Landtagsabgeordnete und stellvertretende Bürgermeister ist trotz junger Jahre einer der profiliertesten Sozialdemokraten im Stadtgebiet. Für die Wahl am 11. September setzt er auf „umfassende Bürgerbeteiligung“. Möglichst viele Neustädter sollen sich frühzeitig an der Meinungsbildung beteiligen. Sie sollen, so formuliert es Erkan, der SPD sagen, „was sind die Themen, um die wir uns kümmern sollen?“

3000 Postkarten werden gedruckt und sollen an Info-Ständen ab Mitte Februar unters Volk gebracht werden – mit der Bitte, kurz aufzuschreiben, was „für unser Neustädter Land wichtig ist“ und „was ich der SPD noch sagen wollte“. Auch im Internet kann auf den Seiten der SPD Neustadt geantwortet werden.

Erkan und sein Ortsvereinsvorstand wollen bis Monatsende Meinungen sammeln und daraus Themen für den Wahlkampf formulieren. „Es kann nicht nur um die Stadt gehen, sondern um das gesamte Neustädter Land“, sagt der Ortsvereins-chef. Wahlkampfauftakt ist am Sonnabend, 5. März, mit einem „Bürgerdialog 2016“. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, der dem Bezirksverband der SPD vorsteht, wird die Veranstaltung um 10 Uhr (wahrscheinlich in der Leine-Schule) eröffnen. Bis 16 Uhr sollen sich Genossen und interessierte Neustädter in sieben Arbeitskreisen zusammensetzen und Schwerpunkte wie „Junge Generation“, „Dorf- und Stadtentwicklung“ oder auch „Kultur und Sport“ diskutieren. Flüchtlingspolitik, Ehrenamt und Feuerwehr sind weitere Themen. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für das SPD-Wahlprogramm liefern, ein „Bürgerwahlprogramm“, wie Erkan sagt. Wobei deutlich sein müsse, dass „das Ganze kein Wunschprogramm wird“. Ziele müssten realistisch sein.

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