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Sägewerk ist fit für die Zukunft

Borstel Sägewerk ist fit für die Zukunft

Es ist eines der letzten seiner Art im Lande: Ein Sägewerk wie das von Friedhelm Mehring gibt es in der Region nicht noch einmal. Bald feiert es sein 50-jähriges Bestehen.

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Kantholz, Rinde, Hackschnitzel, Späne: In Borstel wird das Holz zu 100 Prozent genutzt.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. In 50 Jahren haben Wilhelm Mehring und sein Sohn Friedhelm aus einer Gattersäge in einer Borsteler Kriegsbaracke einen modernen und zukunftsfähigen Betrieb gemacht. Ausschließlich heimisches Nadelholz wird dort verarbeitet.

Friedhelm Mehring, seit 2007 allein Chef im Werk, brachte die letzten Modernisierungen selbst auf den Weg. Gestern erläuterte er dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt und Parteifreunden, wie das gelang. Zum Beispiel mit der Holztrocknung, die seit 2012 in Betrieb ist. Dafür hat die Europäische Union einen Zuschuss gezahlt.

Auch die Sägeanlage hat er erneuert und mit modernen Betriebsständen versehen. Von schallgeschützten Kabinen aus können die Mitarbeiter nun kontrollieren, wie die Stämme auf der Förderanlage zu Kanthölzern und Brettern verarbeitet werden. „Es geht immer darum, dass möglichst wenig Schnittrest bleibt“, sagt Mehring. Denn obwohl von der Rinde (für Humusproduktion) über Hackschnitzel (zum Heizen) bis zu Sägespänen (für Futter- und Lebensmittel) auch die Reste genutzt werden: Das veredelte Holz für Bau- und Verpackungsbranche bringt die besten Preise. Seit gut 15 Jahren entwickle sich der Holzmarkt positiv, sagt Mehring. Einziger Wermutstropfen: „Der bürokratische Aufwand steigt – dass das besser wird, ist mein Wunsch an die Politik“, sagt Mehring.

Der Betrieb im Porträt

Friedhelm Mehring führt sein Werk mit 26 Mitarbeitern, Lebensgefährtin Claudia Ernsting ist Steuerfachangestellte und bringt sich zwei Tage in der Woche im Betrieb ein.

Für den Eigentümer ist es immer wichtiger, gutes Personal zu finden: „Besonders stolz sind wir natürlich auf die Leute, die wir selber ausgebildet haben und die im Betrieb geblieben sind“, sagt Mehring. Neben der Ausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker hat der Betrieb aktuell auch einen Mitarbeiter, der ein duales Studium im Fach Holztechnik absolviert. Was nun noch fehlt, ist ein Azubi für das neue Jahr. „Wir müssen noch am Image des Berufs arbeiten“, meint Mehring. „Inzwischen ist die Arbeit viel sauberer, aber auch anspruchsvoller geworden.“

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