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Schlaganfall-Selbsthilfegruppe vor Gründung

Neustadt Schlaganfall-Selbsthilfegruppe vor Gründung

Ein Schlaganfall ist ein harter Einschnitt ins Leben, der immer mehr Menschen betrifft. In einer neuen Selbsthilfegruppe will eine Neustädterin Betroffene und Angehörige zusammenbringen.

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Die Schichtaufnahmen eines Gehirns zeigen den Bereich, der durch einen Schlaganfall geschädigt wurde.

Quelle: Symbolbild

Neustadt. Ganz unterschiedliche Beeinträchtigungen sind es, mit denen die Betroffenen nach einem Schlaganfall zu kämpfen haben. „Der Kopf ist groß“, so sagt es Dr. Jürgen Tempel, der leitende Arzt von Notaufnahme und Intensivstation am Klinikum Neustadt.

Anfang des Jahres hat dort eine Stroke Unit, eine spezielle Organisationseinheit zur Erstbehandlung von Schlaganfallpatienten, die Arbeit aufgenommen. Man rechne mit etwa 350 Patienten im Jahr, die nun schneller und besser behandelt werden können, sagt Tempel. Das bringe bessere Überlebenschancen. Die Patienten müssten aber mit vielfältigen Einschränkungen leben.

Initiatorin für die Selbsthilfegruppe ist eine 43-Jährige, die ihren Namen mit Rücksicht auf die Familie nicht veröffentlichen will. „Mir ist es wichtig, mich mit Menschen auszutauschen, die etwas Ähnliches erlebt haben und wissen, wovon ich rede“, sagt sie. So habe sie seit dem Schlaganfall oft Scheu, sich mit Freunden zu Aktivitäten zu verabreden, weil sie manchmal plötzlich die Kraft verlasse und sie dann nur noch nach Hause wolle. „Das versteht auch nicht jeder.“ Die Selbsthilfegruppe ist offen für Betroffene und Angehörige.

Neue Einheit in der Klinik

Mit neuen Strukturen will das Klinikum Neustadt die Versorgung von Schlaganfallpatienten verbessern: Stroke Unit (Schlaganfall-Einheit) heißt die spezialisierte Überwachungsstation, die hier zu Beginn des Jahres die Arbeit aufgenommen hat. „Mit Unterstützung des niedergelassenen Neurologen Dr. Michael Gerth können wir jetzt auch rund um die Uhr die nötige Diagnostik anbieten“, sagt Dr. Jürgen Tempel, leitender Arzt in der Notaufnahme. Dank neuer Bildgebungsverfahren können Folgen der Gefäßverstopfung im Gehirn nun besser erkannt werden und eine weitere Verschlechterung des Zustands des Patienten so verhindert werden.

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