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Manches Dorf wünscht sich auch eine Filiale

Schneeren Manches Dorf wünscht sich auch eine Filiale

Ein runder Geburtstag gibt Grund zum Feiern - und vielleicht auch für neidvolle Blicke. In Schneeren ist bereits vor zehn Jahren gelungen, was sich heute vielleicht einige Dörfer wünschen: Nach Schließung der Geldinstitute fand sich Ersatz.

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Markus Heumann (von links), Stefan Porscha, Wilhelm Heidemann, Michael Jaehnke, Ferdinand Lühring und Frank Hahn feiern das Zehnjährige.

Quelle: Susanne Döpke

Neustadt. Vor elf Jahren hatten kurz nacheinander Kreissparkasse und Volksbank Nienburg ihre Filialen dichtgemacht. Der Ortsrat mit dem damaligen Ortsbürgermeister und Landtagsabgeordneten Wilhelm Heidemann wollte den Verlust nicht hinnehmen. In Gesprächen mit der Raiffeisen-Volksbank Neustadt wurden erste Bande geknüpft. Dann zogen die Ortsratsmitglieder los: „Straße für Straße sind wir abgegangen und haben Absichtserklärungen eingeholt, die Bank zu wechseln“, erinnert sich Heidemann.

Frank Hahn, Vorstand der Raiffeisen-Volksbank, erinnert sich an eine Bürgerversammlung im Gasthaus: „Der Saal war voll, man merkte gleich: Hier passiert etwas“, sagt er. Und er behielt recht: Vor zehn Jahren öffnete die Geschäftsstelle.

Michael Jaehnke von der Raiffeisen-Volksbank öffnet montagnachmittags und donnerstags mit einer Mittagspause die Türen der Schneerener Filiale, zusätzlich gibt es Automaten, an denen Bankgeschäfte erledigt und Kontoauszüge oder Geld abgeholt werden können. Keine Vollversorgung, doch die Bewohner von Dörfern wie Bordenau oder Otternhagen können davon nur träumen.

Die Volksbank Hannover hat dort erst kürzlich ihre Geschäftsstellen geschlossen, und die Sparkasse hat in Bordenau und Hagen die Öffnungszeiten reduziert. Ähnliche Versuche der Ortsräte, dort Banken zu halten oder anzulocken, sind bisher im Sande verlaufen. Die Raiffeisen-Volksbank plant, sich künftig noch stärker in Schneeren zu engagieren. Gemeinsam mit einer Immobiliengesellschaft wollen Hahn und seine Kollegen das neue Baugebiet Steinhorstweg vermarkten.

Von Susanne Döpke

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