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Schützenverein löst sich nach 117 Jahren auf

Mandelsloh Schützenverein löst sich nach 117 Jahren auf

Es war ein letztes Aufbäumen: Nachdem Ende 2013 plötzlich die Kasse leer war, offenbar der Vorsitzende hineingelangt hatte, bemühte sich der Restvorstand um einen Neubeginn - ohne Schützenfest, ohne Kostenrisiken. Leider wohl aber auch ohne wirklichen Rückenwind aus dem Dorf. Der seit 117 Jahren bestehenden Schützenverein Mandelsloh löst sich zum Jahresende auf.

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Das letzte Scheiben-annageln in Mandelsloh: Leandra Nickel (vorn, Zweite von rechts) erhielt im Juni ihre Ehrenscheibe.

Quelle: Gerd Korella

Neustadt. Im vergangenen Sommer wurden letztmals Könige ermittelt, Scheiben im Rahmen einer Gartenparty an die Häuser ihrer Gewinner genagelt.

Rund 100 Mitglieder hatte der Verein zwar offiziell noch in seinem Melderegister, doch die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit hielt sich in Grenzen. Als der Versuch, auf einer außerordentliche Mitgliederversammlung einen neuen Vorsitzenden zu wählen, scheiterte, bedeutete das letztlich das Aus. Der Verein wird abgewickelt, die Mitglieder sind zu einer Versteigerung des Inventars am 25. Oktober eingeladen: Gewehre und Pokale können erworben werden.

Klar ist: mit Wirkung zum 31. Dezember gibt es den Schützenverein Mandelsloh nicht mehr. „Das ist eine traurige Geschichte“, sagt ein Mitglied, das nicht genannt werden möchte, „das Dorf macht einfach nicht mehr mit“.

Was bleibt, sind eine Reihe noch aktiver Schützen (auch Jugendliche), die sich anderen Vereinen anschließen oder eine eigene Sparte im Sportverein gründen wollen. Und da ist die Schießanlage mit Kleinkaliberbahn in der städtischen Sporthalle. „Noch wissen wir nicht, wie die weiter zu nutzen sein könnte“, sagt Stadtsprecherin Nadine Schley.

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