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Schule bleibt steinerne Reserve

Neustadt Schule bleibt steinerne Reserve

Die Stadt konzentriert ihre Sammelunterkünfte für Flüchtlinge zunächst weiter in der Kernstadt. Das haben am Dienstag der Erste Stadtrat Maic Schillack sowie Vertreter der Ratsfraktionen in einem gemeinsamen Pressegespräch bekannt gegeben. Es gehe um nachhaltige Lösungen, betonten die Beteiligten unisono.

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Die ehemalige Grundschule Mardorf bleibt als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch, wird aber zunächst nicht vorrangig belegt.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Die Stadt konzentriert ihre Sammelunterkünfte für Flüchtlinge zunächst weiter in der Kernstadt. Das haben gestern der Erste Stadtrat Maic Schillack sowie Vertreter der Ratsfraktionen in einem gemeinsamen Pressegespräch bekannt gegeben. Es gehe um nachhaltige Lösungen, betonten die Beteiligten unisono.

Demnach sind Diskussionen über den Kauf von Gasthöfen in den Dörfern zunächst vom Tisch. Die Grundschule Mardorf betrachte man als eine Art Reserve, machte CDU-Fraktionssprecher Sebastian Lechner deutlich. Dort wird demnächst eine Küche eingebaut, die aber auch in der Nachnutzung von Vereinen aus dem Dorf Verwendung findet. Zur schnellen Unterbringung der Flüchtlinge, die aktuell wöchentlich eintreffen, sollen zunächst die bekannten Gebäude genutzt werden: Die ehemalige Goetheschule ist bis zum Ausbau des Obergeschosses, voll belegt. Es folgt die erneut als Notunterkunft eingerichtete Sporthalle Kornstraße - fürs Erste auch die einzige Turnhalle im Stadtgebiet, die so genutzt wird.

Überdies wollen CDU, SPD und Grüne, dass die städtischen Wirtschaftsbetriebe das Hotel Scheve am Bahnhof kaufen. Das wäre ebenfalls ein nachhaltiger Kauf, die Immobilie sei aufgrund ihrer Lage bedeutsam für die Stadtentwicklung, sagte Lechner. Zunächst könnten die Hotelzimmer Platz für Flüchtlinge bieten. Diese Idee, lehnen die Fraktionen von Bürgerforum/FDP und UWG ab.

Überdies sollen ebenfalls die Wirtschaftsbetriebe an mehreren Stellen im Stadtgebiet so genannte Modulbauten errichten lassen, die später zu festen und langfristigen Wohnungen umfunktioniert werden können. Dafür ist eine Wiese an der Bunsenstraße ebenso im Gespräch wie die Grünfläche hinter der Goetheschule und eine am Verwaltungssitz Nienburger Straße. Familien sollten weiterhin möglichst in Wohnungen untergebracht werden, sagte Schillack.

„Alle diese Planungen sind lediglich der heutige Stand“, betonte Dirk Salzmann (Bürgerforum). Die Lage könne sich rasch ändern.

Helfer haben viel zu tun

Nach und nach kommt die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe im Neustädter Land in Gang. Nicht nur die Bedürfnisse der Asylbewerber sind vielfältig, auch die Helfer haben zahlreiche Ideen – so fällt etwa bei der Flüchtlingshilfe im Kirchenkreis eine Menge Koordinationsarbeit an. Etliche Aktionen, wie etwa die Begrüßung der ersten Neuankömmlinge in der Hans-Böckler-Turnhalle, sind schon erfolgreich verlaufen, wie Peter Albrecht vom Leitungsteam berichtet. Auch ehrenamtliche Übersetzer für verschiedene Sprachen unterstützen die Helfer, wenn Sprachbarrieren auftreten. Um sie abzubauen, bieten mehrere Organisationen provisorische Deutschkurse an. Wie die Flüchtlingshilfe im Norden der Stadt funktioniert, berichten Beteiligte morgen ab 20 Uhr im Gasthaus Wienhöfer in Helstorf, direkt nach der Ortsratssitzung, die um 18.30 Uhr beginnt.

Von Kathrin Götze

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