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Schwarze Schafe, starke Böcke

Mecklenhorst Schwarze Schafe, starke Böcke

Beim Treffen der Elite Niedersächsischer Schafböcke wurde deutlich: Selbst unter Züchtern gibt es „schwarze Schafe“.

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Wollaufkäufer Günter Rittmeier.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Mecklenhorst. Wollaufkäufer Günter Rittmeier war sauer: „Das gibt’s doch nicht“. Gerade eben hatte er einen prall mit Wolle gefüllten Sack angestochen und - schwarze Schurwolle herausgezogen. Gekauft hatte er die wertvollere helle Qualität. „Weiß lässt sich färben, Schwarz nicht“, beschreibt der Göttinger den Grund für seinen Ärger.

Über Stunden erklang am Sonnabendmorgen in Mecklenhorst das Blöken Schwarzköpfiger Fleischschafe, von Suffolk, Texel oder Leineschaf. 11 000 Schafhalter gibt es in Niedersachsen, und wer was auf sich hält, kommt regelmäßig in den kleinen Neustädter Stadtteil. Lammbockauktionen sind angesagt, so auch Sonnabend. Der beste männliche Nachwuchs stellt sich vor und soll meistbietend versteigert werden. 69 Lamm- und Jährlingsböcke werden untersucht, dann gekört und im besten Fall prämiert. Auktionator Dieter Brockhoff verkauft gegen Höchstgebot. Rechtzeitig zur Decksaison (ab September) werden Vermehrer ab 300 Euro angeboten. Preise von 1000 und mehr Euro sind möglich. Klaus Gerdes, Zuchtleiter des Landesschafzuchtverbandes, ist gut gelaunt: „Hier werden erstklassige Tiere präsentiert.“

Deutschland, sagt er, kann sich nur zur Hälfte mit Schaffleisch versorgen, die andere Hälfte wird aus Australien, Neuseeland und Südamerika importiert. Ändern werde sich daran kaum etwas, glaubt Gerdes, denn bürokratische Auflagen, aber auch zunehmende Schäden an Herden durch Wölfe würden vielfach die Freude an der Schafhaltung trüben.

Von Patricia Chadde

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