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B-6-Umleitung: Es geht über die Dörfer

Neustadt B-6-Umleitung: Es geht über die Dörfer

Schwerlastverkehr, der wegen der Sperrung der Leinebrücke in Neustadt die B6 verlassen muss, soll durch angrenzende Dörfer rollen. Betroffen sind Suttorf, Basse, Empede und in geringerer Form Mariensee.

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Das Schild, das alles verändert: Der Schwerlastverkehr muss in Neustadt runter von der Bundesstraße 6, wird durch angrenzende Dörfer gelotsts.

Quelle: Nadine Kirst

Neustadt. Relativ schnell haben sich Straßenverkehrsbehörden und Kommunen auf Umleitungsstrecken für Lastwagen (über 7,5 Tonnen) geeinigt, die offiziell bereits seit einer Woche nicht mehr über die marode Brücke fahren dürfen. Ist auch eine vernünftige Lösung dabei herausgekommen? Das gilt als nicht gesichert. Dem Vernehmen nach gab es in einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Straßenbauamtes, der Städte Neustadt, Wunstorf und Garbsen, des Landkreises Nienburg, der Polizei und von RegioBus durchaus abweichende Meinungen. Eine Alternative für die Fahrt in Richtung Hannover wäre demnach eine Route südlich, über Liethe und Luthe zur B65 oder der Autobahn 2 gewesen.

Jetzt aber steht fest, dass aus Nienburg anrollender Schwerlastverkehr die Bundesstraße 6 an der Abfahrt Leinstraße verlässt, dann über Empede und Mariensee nach Basse und Suttorf und durch das Gewerbegebiet zur Auffahrt Bordenau geführt wird. In Gegenrichtung sollen die LKW die Lastwagen an der Mecklenhorster Straße verlassen, von dort aus entsprechend  durch das Gewerbegebiet und die Dörfer zur Auffahrt Leinstraße fahren.

Nur schwer absehbar ist, wieviele Lastwagen die Umleitung nutzen werden. Die bisherige Route über die Brücke auf der Bundesstraße wird für die betreffenden Fahrzeuge schon in Kürze nicht mehr befahrbar sein. Das Straßenbauamt will die vor Wochenfrist aufgestellten Schilder durch Fahrbahneinbegrenzungen ergänzen und so eine Durchfahrt unmöglich machen. Pro Tag nutzen rund 700 Schwerlasttransporte in jeder Fahrtrichtung die Strecke zwischen Nienburg und Hannover. Möglichst viele von ihnen sollen, so der Plan, eine großräumige Umleitung über Schwarmstedt fahren - dazu die Bundesstraße 241 und die Autobahnen 7 und 2 nutzen. Werden sie das tun? "Es kann niemand gezwungen werden", heißt es bei der Polizei. Die Umleitung von Hannover und Nienburg aus sei als eine Empfehlung zu verstehen.

Wird dieser Empfehlung nicht in erhoffter Weise entsprochen, rollen künftig schlimmstenfalls bis zu 1400 Lastwagen zusätzlich pro Tag durch die Dörfer, deren Ortsdurchfahrten darauf kaum ausgelegt sind. Immerhin: an dem vermutlich schlimmsten Engpass, der Abfahrt von der Basser Straße in Richtung Mariensee, soll in Kürze eine Verkehrsampel aufgestellt werden.

Von Dirk von Werder

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