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Diese Verbindung trotzt jeder Heeresreform

Neustadt Diese Verbindung trotzt jeder Heeresreform

Seit 50 Jahren besteht eine Patenschaft Hagens zu Luttmerser Soldaten. Das Besondere: Sie wird von allen Vereinen getragen.

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Uwe Scheibe, Dieter Drape und Frank Hahn von der Dorfgemeinschaft Hagen sowie von der Patenkompanie Hauptmann Schwenke Oberstabsfeldwebel Lars Kopmeier

Quelle: privat

Hagen. Das wäre ja noch schöner - wenn eine einfache Bundeswehrreform diese Patenschaft zerstören könnte. Seit 1966 pflegt die Dorfgemeinschaft Hagen eine Patenschaft zur zweiten Kompanie der Haupteinheit am Standort Luttmersen. Zunächst war das das Panzerbataillon 33, seit 2015 ist es das Panzergrenadierbataillon 33. Einzig belegbares Zeichen dafür: neben der Gründungsurkunde der Patenschaft aus 1966 gibt es eine Erneuerungsurkunde" aus dem Vorjahr.

Am Wochenende jedenfalls wurden die fünf Jahrzehnte Gemeinsamkeit gefeiert. "Das gute bei uns ist, dass diese Patenschaft von allen Vereinen des Dorfes getragen wird", betont Frank Hahn, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Und so könnten sich alle aufeinander verlassen: Die Bundeswehr, wenn sie Kontakt zu Zivilisten im Neustädter Land sucht, und die Vereine Hagens, wenn Hilfe bei einem der zahlreichen Projekte im Dorf benötigt wird. So hat die Patenkompanie bei der Neugestaltung des Schulgartens geholfen; so ist sie selbstredend dabei, wenn jeweils am Volkstrauertag der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft gedacht wird - in Hagen am eindrucksvoll angelegten neuen Mahnmal im Dorfzentrum, auf dem auch die Namen hier getöteter Zwangsarbeiter oder einst gegnerischer Soldaten verzeichnet sind.

Vorsitzender Hahn lobte bei der Feierstunde aus seinem Dorf besonders ein um die Patenschaft verdientes Trio: Jürgen Knop, Gerhard Krägel und Dieter Drape sind seit 1974 Ansprechpartner, vermitteln zwischen dem Dorf Hagen und der Patenkompanie. Für sie gab es jeweils einen Gutschein des Restaurants Santorini in Hagen.

Von Dirk von Werder

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