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Etwas bizarre Wohnbaupläne

Neustadt Etwas bizarre Wohnbaupläne

Metel braucht Bauplätze - aber soll sich die Wohnbebauung ausgerechnet in Richtung der einst heftigst umstrittenen Hähnchenmastanlage entwickeln?

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2004 Mahnwache gegen den Maststall, der bald darauf dennoch gebaut wird.

Quelle: Peter Steffen

Metel. Die Diskussion mutet etwas bizarr an. Vor zwölf Jahren fuhr eine Bürgerinitiative "Amigo" schwere Geschütze gegen Pläne für den Bau eines Stalls für 40 000 Masthähnchen südlich der Ortslage auf. Metel werde im Gestank untergehen, sei von Keimen und Krankheiten bedroht; jeder, der könne werde das Dorf verlassen, vor allem die Bewohner der Wochenendhäuser in nahen Waldgebieten.

Seit 2005 steht der Stall. Und Metel braucht Bauplätze, "damit nicht immer mehr junge Leute das Dorf verlassen, weil sie nicht bauen können", sagt Andreas Schaumann, Ortsbürgermeister und Ortsbrandmeister. Seinerzeit, als es darum ging, den Stall zu verhindern, war Schaumann Amigo-Vorsitzender. An seiner Haltung dem Stall gegenüber hat sich nichts geändert: "Es gibt Tage, da tränen einem die Augen von dem Gestank, der das Dorf erreicht", sagt er.

Und dennoch: Für das Baugebiet favorisiert Schaumann eine rund 2000 Quadratmeter große Ackerfläche, 250 Meter Luftlinie vom Stall entfernt - dichter dran als jede sonstige reine Wohnbebauung. "Das sehe ich nicht als Problem. Wer da hinzieht, kennt die Problematik des Stalles." Es gebe bereits eine Liste mit Interessenten für die vier bis fünf Bauplätze, auch Angehörige seiner Familie seien darunter.

Der Ortsrat Otternhagen hat sich, so heißt es in einer Drucksache der Verwaltung, "zu der Entwicklung bereits positiv positioniert". Schaumann selbst hat sich in der Bürgervertretung nicht offiziell geäußert. Als Betroffener: seine Mutter ist Eigentümerin der betreffenden Flächen.

Die politische Beratung der Pläne ist zunächst ausgesetzt. Offenbar auch, weil es einen Alternativvorschlag aus dem Dorf für ein ähnlich großes Baugebiet gibt.

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2005: Andreas Schaumann weist auf den Stall, der ihm auch heute noch ein Ärgernis ist.

Quelle: Miriam Schönrock

Von Dirk von Werder

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