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Spenden fallen auf fruchtbaren Boden

Neustadt Spenden fallen auf fruchtbaren Boden

Seit vielen Jahren spenden Neustädter regelmäßig für eine Kinderklinik in der ghanaischen Stadt Kumasi. Sie wächst und gedeiht: Kürzlich ist eine angeschlossene Geburtshilfestation eröffnet worden. Die Initiatoren des Neustädter Kumasi-Hilfsfonds waren dabei.

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His Royal Majesty Otumfo Osei Tutu II. (rechts) plaudert während des Rundgangs durch die neuen Räume der Geburtshilfe in Kumasi mit Prof. Benjamin Baffoe-Bonnie und Dr. Carsten Hotes (links).x

Quelle: privat

Neustadt. Schon der Bau der Kindertagesklinik 1992 ist im Wesentlichen auf die Initiative des ghanaischen Kinderarztes Prof. Benjamin Baffoe-Bonnie und die Unterstützung des Neustädter Vereins unter Führung von Dr. Carsten Hotes zurückzuführen. Die Erweiterung soll nun dabei helfen, weiter gegen die hohe Mütter- und Kindersterblichkeit in dem tropischen Land anzugehen. Die Initiatoren begleiten das Projekt schon über viele Jahre, Hotes hat den Hilfsfonds 1983 ins Leben gerufen, als er noch leitender Arzt der Kinderklinik am Neustädter Krankenhaus war.

Dass sich der lange Atem lohnt, zeigt sich jetzt: Das "Prima Medical Centre" ist eine Institution. Personell sei es gut aufgestellt, berichtet Hotes, mehrere Kinderärzte, Gynäkologen, Hebammen und Krankenschwestern arbeiteten engagiert und mit Freude in den beiden Einrichtungen. Zehn Tage vor der feierlichen Eröffnung sei das erste Kind durch einen Kaiserschnitt im neuen Operatiossaal geboren worden.

Hotes reiste gemeinsam mit den Kollegen Dr. Klaus Ellinghaus und Walter Groß sowie dem Architekten Dr. Antwi Obimpeh zur Eröffnung an. Obimpeh, der in Hannover wohnt, hatte bereits die Entwürfe für den Klinikbau geliefert, nun auch die Geburtshilfestation als Ergänzung dazu geplant.

Zur Eröffnung sei der höchste Repräsentant des Ashanti-Volkes, His Royal Majesty Otumfo Osei Tutu II. mit großem Gefolge angereist, der Alterzbischof der Diözese Peter Sarpong habe Gottes Segen gespendet, berichtet Hotes. Die Dankesreden wurden mit Trommelmusik untermalt, Hotes überbrachte Grüße sowie den Großen Schmuckteller der Stadt Neustadt, Ellinghaus und Groß enthüllten gemeinsam die Stadtflagge. "Allgemeine Heiterkeit erregte die Ansage, dass die Stadt Neustadt von einem großen afrikanischen Löwen im Wappen bewacht und geschützt wird", sagt Hotes mit einem Schmunzeln.

Viele Spender unterstützen die Arbeit

Die Initiatoren des Klinikprojekts lernten sich bei der Arbeit im Neustädter Krankenhaus kennen, Benjamin Baffoe-Bonnie ging 1981 zurück in die Heimat, auch, um dort die medizinische Versorgung zu verbessern. Die Idee von der Tagesklinik führte die beiden Freunde immer wieder zusammen, Hotes gründete den Hilfsfonds, den in den vergangenen 30 Jahren viele private Spender, Kirchengemeinden, Schulklassen und Vereine unterstützt haben. Weitere Hilfen kamen von der Niedersächsischen Staatskanzlei, der Bingo-Umweltstiftung sowie Ärzten und Klinikbetreibern, die Einrichtungsgegenstände spendeten.

Die Kinderklinik kann ihre laufenden Kosten seit einigen Jahren aus ihren Einnahmen erwirtschaften, wie Hotes berichtet. Das erwarte man auch für die Geburtshilfe. Der Kumasi-Hilfsfonds werde dennoch weiter Spenden sammeln, um fehlende Anschaffungen zu finanzieren.

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Von Kathrin Götze

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